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IBM und HP streichen 30.000 Arbeitsplätze

Einen kräftigen Personalabbau haben am Dienstag die beiden US-Computerhersteller IBM und Hewlett-Packard (HP) bekannt gegeben: Beide Konzerne streichen weltweit je 14.500 Stellen.

Die Österreich-Töchter sind von den Stellenstreichungen aber kaum betroffen. Hintergrund der Einsparungen ist laut Experten vor allem der zunehmende Preiskampf in der Computerbranche. Der weltgrößte Computerkonzern IBM streicht im Zuge einer Restrukturierung 14.500 Stellen und damit um 1.500 mehr als ursprünglich angekündigt. Die Hauptlast des Stellenabbaus tragen die Niederlassungen in Westeuropa. Etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter hätten den Konzern schon verlassen, erklärte IBM-Finanzvorstand Mark Loughride am Montag (Ortszeit) bei der Vorstellung der neuen Quartalsbilanz. Insgesamt beschäftigt der Konzern laut Internetangaben derzeit weltweit noch rund 320.000 Mitarbeiter.

Die IBM-Österreich-Tochter, die 2.050 Mitarbeiter beschäftigt, sei vom Abbau nicht betroffen, sagte IBM Österreich-Sprecher Christian Rothmüller am Dienstag auf APA-Anfrage. Nach der mit 4. Juli umgesetzten neuen Struktur gehöre Österreich – gemeinsam mit Großbritannien, Skandinavien, Deutschland und der Schweiz – der Nordost-Region mit der Zentrale in Zürich an, während Frankreich, Italien, Spanien und die Benelux-Länder die Südwestregion mit Sitz in Madrid bilden würden.

Auch der US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) will ab dem im August startenden vierten Quartal 2004/2005 14.500 Arbeitsplätze und damit jeden zehnten Beschäftigten in den nächsten eineinhalb Jahren abbauen. Die Maßnahme, die vor allem die Bereiche Informationstechnologie, Finanz- und Personalwesen betrifft, ist Teil der Strategie des neuen Chefs Mark Hurd, die Profitabilität des Unternehmens zu steigern. Bis zum Geschäftsjahr 2006/07 (bis Oktober 2007) sollen die jährlichen Kosten um 1,9 Mrd. Dollar (1,58 Mrd. Euro) gedrückt werden. Für das kommende Geschäftsjahr 2005/06 bezifferte HP das Einsparvolumen auf 900 Mio. bis 1,05 Mrd. Dollar. Kosten soll der Konzernumbau 1,1 Mrd. Dollar (913 Mio. Euro).

Die HP-Österreich-Tochter sei davon kaum betroffen, man hoffe den Personalabbau über die natürliche Fluktuation bewerkstelligen zu können, sagte HP Österreich-Sprecherin Sonja Kölich am Dienstag zur APA. HP beschäftigt in Österreich 808 Mitarbeiter (Stand Ende Oktober 2004). Der natürliche Abgang liege aktuell bei zwei bis vier Prozent der Belegschaft pro Jahr. Auch die Möglichkeiten zur Kosteneinsparung seien in Österreich eher gering, so Kölich.

Charles Smulders, Vizepräsident des Marktforschungsunternehmens Gartner, erwartet einen weiteren Einsparungsbedarf für die Computer-Konzerne in der zweiten Jahreshälfte. Die regelmäßige Erneuerungswelle bei Computern gehe wieder zurück, meint er. Und auch das zweite Quartal sei für die Produzenten nicht unbedingt rosig gewesen. Zwischen April und Juni 2005 wurden laut Gartner mit 48,9 Millionen Geräten zwar fast 15 Prozent Computer abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. „Für die PC-Hersteller selbst war das zweite Quartal aber weiter durch einen intensiven Preiskampf bestimmt“, so Smulder. Die Konzern würden sich schwer tun, diese Preisstrategie fortzusetzen, meinen die Gartner-Experten.

IBM, die sich vor kurzem von ihrer PC-Sparte getrennt hatte, hat heute indes bessere Zahlen für das zweite Quartal präsentiert als erwartet. Der Konzerngewinn stieg von 1,74 auf 1,83 Mrd. Dollar (1,52 Mrd. Euro) oder 1,12 Dollar pro Aktie im Vergleich zu 1,01 Dollar pro Aktie ein Jahr zuvor. Zu der Steigerung trugen vor allem die besseren Ergebnisse der Service-Sparte bei.

Der Vergleich zum Vorjahr ist allerdings etwas verzerrt, da der Verkauf der IBM-PC-Sparte an das chinesische Unternehmen Lenovo Group am 1. Mai abgeschlossen wurde, was die Zahlen für die beiden folgenden Monate des Quartals verringerte. Im fortlaufenden Geschäft wies IBM einen Gewinn von 1,85 Mrd. oder 1,14 Dollar je Aktie aus. Der Umsatz lag im zweiten Quartal bei 22,27 Mrd. Dollar (18,48 Milliarden Euro), das sind vier Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Verkauf des PC-Geschäfts an Lenovo spülte IBM 1,1 Mrd. Dollar in die Kasse, ein Vergleich mit Microsoft brachte noch einmal 775 Mio. Dollar.

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