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IATA: Asche-Wolke für Fluglinien schlimmer als 9/11

Die Asche-Wolke aus Island trifft die weltweiten Fluggesellschaften nach Einschätzung des internationalen Luftfahrtverbandes (IATA) härter als die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA.

Die Flugverbote wegen der Vulkanaschewolke über Europa hat die Gewinnpläne vieler Fluggesellschaften über den Haufen geworfen. Wie stark die Krise am Ende auf die Bilanzen durchschlägt, ist für den Internationalen Luftfahrtverband IATA aber noch nicht absehbar. “Konservativ geschätzt” fielen täglich Einnahmen von mehr als 200 Mio. Dollar (148 Mio. Euro) weg, sagte IATA-Präsident Giovanni Bisignani am Montag in Paris. Die Zahlen bewegten sich aber in Richtung 250, 300 Millionen. Dazu kämen Mehrkosten für die Betreuung der Passagiere und das Umorganisieren der Flotte. “Die Wirkung auf die Ertragsrechnung ist noch nicht zu schätzen.”

Die Lage der Fluggesellschaften sei je nach Weltregion sehr unterschiedlich, sagte Bisignani. “Europa ist das schwächste Glied in der Kette.” Schon vor der Vulkankrise habe die IATA für 2010 für die Anbieter aus Europa 2,2 Mrd. Dollar Verlust prognostiziert. Gezogen von China könnten die Asiaten dagegen mit 900 Mio. Dollar Gewinn rechnen. Auch Lateinamerika sei mit 800 Mio. Dollar profitabel, während die US-Airlines mit 1,8 Mrd. Dollar Verlust rechnen müssten.

Weltweit addierten sich die prognostizierten Verluste ohne die Vulkankrise auf 2,8 Mrd. Dollar. Man erlebe aber einen kräftigen Aufschwung, sagte Bisignani. 2009 seien noch 9,4 Mrd. Dollar Verlust angefallen. In diesem Jahr würden (vor der Vulkankrise) 100 Millionen Passagiere mehr erwartet als 2009. Weil auch das Luftfrachtgeschäft sich gut erhole, hätten die Umsätze von 479 auf 522 Mrd. Dollar steigen sollen.

Nach der Wiederöffnung der Lufträume werde die Vulkankrise schnell überwunden werden, sagte Bisignani. Anders als nach den Anschlägen vom 11. September gebe es keine lähmende Vertrauenskrise. “Es würde optimistisch geschätzt zwischen drei und sechs Tage dauern, bis sich der Flugverkehr normalisiert.”

Gefährdet werden die Ergebnisprognosen allerdings auch von der Verteuerung der Treibstoffe. Die IATA bei der Annahme eines Ölpreises von 79 Dollar je Barrel “etwas optimistisch”. Derzeit koste das Fass 85 Dollar.

Die Vulkankrise gefährdet laut Bisignani vor allem kleine Fluggesellschaften mit Problemen bei der Liquidität. Allerdings sei die ganze Branche in der Wertschöpfungskette in einer schwierigen Lage. “Alle machen Geld, nur wir nicht”, sagte er. “Wir können kein normales Geschäft betreiben.” Mit der Privatisierung der Flughäfen habe man private Monopole geschaffen, die sich Margen von 50 Prozent und mehr genehmigten. “Deshalb sind die Kosten außer Kontrolle.” Die Marktregulierer müssten das fair regeln.

Außerdem sei der Luftverkehr von Staatsverträgen abhängig, sagte Bisignani. “Wir können nicht hingehen, wo der Markt ist”, zum Beispiel nach China. Selbst transatlantische Zusammenschlüsse seien nicht möglich. “Wir haben zu viele Fluggesellschaften”, sagte Bisignani. Die IATA vertrete 230 bis 240 Unternehmen. In Europa sei eine regionale Konsolidierung jetzt möglich. Air France habe beim Zusammenschluss mit KLM neue Wege aufgezeigt und die Lufthansa sei dem gefolgt. “Alle Beispiele waren sehr positiv für die Unternehmen, die Verbraucher, alle”, sagte Bisignani.

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