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I: Prodi startet los

Prodi am morgendlichen Joggen
Prodi am morgendlichen Joggen
Obwohl das amtliche Wahlergebnis wegen des Streits um die ungültigen Stimmzettel noch nicht vorliegt, arbeitet der Anführer der ital. Mitte-Links-Allianz bereits an seiner neuen Regierung.

Der laut vorläufigen Wahlergebnissen als Wahlsieger hervorgegangene Prodi traf mit dem Chef der altkommunistischen Rifondazione comunista, Fausto Bertinotti, zusammen. Nach Gerüchten sollte Bertinotti den Posten des Präsidenten der Abgeordnetenkammer übernehmen. Als alternativer Kandidat gilt der Präsident der Linksdemokraten, Massimo D’Alema. Die Linksdemokraten sind die stärkste Einzelpartei im Mitte-Links-Bündnis.
Prodi plant noch am heutigen Dienstag ein Treffen mit dem Vorsitzenden der Linksdemokraten, Piero Fassino, der laut Gerüchten als möglicher Wirtschaftsminister in die neue Mitte-Links-Regierung eintreten soll. Prodi plant dazu Gespräche mit dem Chef der Zentrumspartei Margherita, Francesco Rutelli. Prodi will die Parteichefs der stärksten Gruppierungen seiner Allianz zum Eintritt in die Regierung als Minister bewegen, um sich ihre „Treue“ zu sichern.
„Die Regierung wird Italien politische Stabilität garantieren können“, sagte Prodi. Er erwiderte somit die Kritik, wonach seine Koalition aus elf verschiedenen Parteien, die von der christdemokratischen UDEUR bis zu den Altkommunisten reicht, nicht stabil sein wird. „Ich arbeite schon im Stillen an der neuen Regierung, und das ist, was getan werden muss“, sagte Prodi am  gestrigen Montag. „Das Land muss atmen, es muss aufsteigen, es braucht Freude, es muss sich erholen.“
Prodi stehen arbeitsreiche Tage bevor. Er plant den Einsatz eines „Direktoriums“, an dem sich alle Parteichefs des Mitte-Links-Blocks beteiligen werden. Das Direktorium soll die Kandidaturen in Hinblick auf den Aufbau des neuen Kabinetts überprüfen.
Prodi trat Spekulationen entgegen, die knappe Mehrheit seiner Koalition könnte an den Finanzmärkten die Fähigkeit Italiens zum Festhalten am Euro in Frage stellen. „Auch 1998 hatte man meiner Regierung prophezeit, dass Italien nicht dem Euro-Raum beitreten würde. Wir haben alle gesehen, wie sich die Situation geändert hat. Die internationalen Finanzmärkte wissen genau, dass wir eine gute Regierung mit einem guten Programm aufbauen werden“, wurde Prodi von der römischen Tageszeitung „La Repubblica“ (Dienstag-Ausgabe) zitiert.

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