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I: Berlusconi schließt Rücktritt aus

Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat die verheerende Niederlage für seine Koalition bei den Regionalwahlen eingestanden, einen Rücktritt aber ausgeschlossen.

„Ich trete nicht zurück und werde mein Programm zu Ende bringen“, sagte Berlusconi am Dienstagabend bei einer Fernsehdebatte. Der konservative Ministerpräsident zeigte sich optimistisch, die Macht auf Landesebene bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr halten zu können: Er sei „absolut überzeugt, dass es unmöglich ist, die Wahl zu verlieren.“

Bei der Wahl am Sonntag und Montag in 13 der 20 italienischen Regionen hatte die rechtsgerichtete Regierungskoalition sechs von acht bisher von ihr gehaltenen Regionen an die Linke verloren.

Das Ergebnis sei schmerzlich für seine Partei Forza Italia, sagte Berlusconi. Einzig mögliche Antwort sei es, „die Reihen zu schließen“. Die Niederlage begründete er damit, dass er sich im Wahlkampf aus Rücksicht auf sein Regierungsamt zu sehr zurückgehalten habe: „Ich hatte entschieden, keinen Wahlkampf zu machen und der Ministerpräsident aller Italiener zu bleiben. Das war ein Fehler.“

Berlusconi erschien überraschend in der Talkshow im staatlichen Fernsehsender Rai 3, deren eigentlicher Gast der frühere linke Regierungschef Massimo D’Alema war. D’Alema war 2000 nach einer Niederlage der Linken bei Regionalwahlen zurückgetreten.

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