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„Hyrule Warriors“ im Test: Auf in den Kampf mit Zelda & Co.

Das Prequel zum Blockbuster „Breath of the Wild“ setzt auf handfeste Nahkämpfe mit Horden von Feinden!

(Switch) Während die Gaming-Welt gespannt auf den Nachfolger zur letzten Legende von Zelda auf Switch wartet, liefert Nintendo nun statt dem Sequel die Vorgeschichte – und das in einer sehr eigenwilligen Form. „Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung“ entnimmt der Vorlage „Breath of the Wild“ (BotW) die fantasievolle Welt als Setting, die Charaktere als Spielfiguren und die Kampf-Features für das Gameplay – fertig ist das Game.

Der Fachmann nennt das Genre „Musou“: Ein fast allmächtiger Krieger mäht in einer offenen Welt Heerscharen von Gegnern nieder. Bekannt ist das beispielsweise aus der „Dynasty Warriors“-Serie, nun eben mit Zelda-Anstrich. Das Geschehen spielt 100 Jahre vor den Ereignissen von „Breath of the Wild“, als Link und Zelda gemeinsam mit den vier Titanen versuchten, die „Verheerung“ Ganon aufzuhalten. Dazu rekrutiert man quer in der Welt Verbündete und absolviert auf der Reise ein Scharmützel nach dem anderen mit hunderten Feinden.

Im Helden-Line-up finden sich neben Schwertkämpfer Link und Hofberaterin Impa auch Prinzessin Zelda, Goronen-Krieger Daruk, Orni-Schütze Revali, Zora-Prinzessin Mipha, Gerudo-Königin Urbosa und über ein halbes Dutzend weiterer Figuren aus BotW mit sehr individuellen Fertigkeiten. Die Charaktere können facettenreich aufgelevelt und ihr Equipment aufgerüstet werden. Trotz dieser Vielfalt bleiben Steuerung und Spielverlauf immer eingängig und unkompliziert. Heißt: Man greift mit normalen oder schweren Attacken an, indem man sie zu Kombos verkettet. Dabei sammelt man Energie für spektakuläre Moves. Alle Charaktere haben außerdem individuelle Spezialmanöver, wie z. B. Bogenschüsse von Link oder Flugangriffe von Revali oder Teleportationen von Mipha. Als Konter-Maßnahmen stehen Blocks und Ausweich-Bewegungen zur Verfügung. Auch Sprints, Wandsprünge, Gleitflüge und Attacken aus der Luft sind möglich. Dazu kann man Zauber und Shiekah Module (Bomben oder Zeit anhalten wie in BotW) einsetzen. Die Steuerung ist eingängig und insgesamt machen die Fights recht lange enormen Spaß.

Meistens hat man es mit vielen kleinen (schwachen) Gegnern zu tun, die man rasch hinwegfegt. Immer wieder sind aber auch stärkere Feinde und Bosse dabei, die fixiert werden können, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. Über die zoombare Mini-Map behält man die Übersicht im Getümmel. Als Zwischeneinlagen darf man immer mal wieder ans Steuer von Titanen, um gleich tausendfach Gegner zu zerlegen. Sonst gibt‘s abseits des Nahkampfes etwas spielerische Würze durch den strategischen Einsatz der (bis zu zwei) Begleiter und nette kleine Nebenmissionen. Über Splitscreen darf man sogar zu zweit an einer Switch ins Schlachtgetümmel durchstarten.

Fazit

„Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung“ ist einfache, aber wirkungsvolle Schnetzel-Action in atmosphärischer Umgebung. Sich durch die unzähligen Horden zu kämpfen, bleibt ein buntes Feuerwerk und verliert erst nach längerer Zeit etwas Reiz aufgrund einkehrender Monotonie. Die Zwischensequenzen hätten durchaus mehr Drive vertragen, aber daran trägt wohl auch der erwartungsgemäß stumme Protagonist Link Schuld. Jeder Zelda- bzw. BotW-Fan sollte zumindest mal einen Blick drauf werfen, die Demo gibt‘s kostenlos zum Download.

(Ländle Gamer)

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