Hypo-Vorzugsaktien: Drei Ex-Vorstände verurteilt

Die Ex-Vorstände der Hypo auf der Anklagebank.
Die Ex-Vorstände der Hypo auf der Anklagebank. ©APA
Mit drei Schuldsprüchen wegen Untreue hat am Landesgericht Klagenfurt der Hypo-Prozess um einen Vorzugsaktiendeal aus dem Jahr 2006 geendet. Über alle drei Ex-Vorstandsmanager wurden Haftstrafen verhängt.

Ex-Vorstand Josef Kircher wurde zu drei Jahren teilbedingt verurteilt, ihm kam sein Geständnis zugute. Ex-Bankchef Wolfgang Kulterer erhielt eine Zusatzstrafe von einem Jahr, Ex-Vorstand Siegfried Grigg erhielt dreieinhalb Jahre unbedingt.

Untreue: Manager verursachten Millionenschaden

Das Gericht unter Vorsitz von Richter Christian Liebhauser-Karl sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten durch die Gewährung von Put-Optionen die Bank um einen Millionenbetrag geschädigt haben und daher wegen Untreue zu verurteilen sind. Der Schöffensenat folgte damit der Argumentation von Staatsanwalt Robert Riffel und den Gerichtsgutachtern, die Argumente der Privatgutachter wurden nicht berücksichtigt. Bei Kircher wurden zwei Jahre bedingt ausgesetzt.

Der Staatsanwalt hatte zuvor Schuldsprüche gegen alle Angeklagten gefordert. Er warf Kircher, Kulterer und Siegfried Grigg Untreue und Bilanzfälschung sowie der Flick-Stiftung Vorteilsnahme vor. Während Kircher auf ein mildes Urteil hoffte, beantragten die Anwälte von Kulterer und Grigg Freisprüche. Die Beschuldigten hatten anschließend das letzte Wort, Kulterer erneuerte dabei sein Angebot, an der Aufklärung der Causa Hypo mitzuwirken. “Ich habe dann ja ausreichend Zeit dazu.” (red/APA)

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