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Hypo Vorarlberg und Dornbirner Sparkasse denken über Fusion nach

Hypo und Dornbirner Sparkasse denken über einen Zusammenschluss nach.
Hypo und Dornbirner Sparkasse denken über einen Zusammenschluss nach. ©VOL.AT
In jüngster Zeit sind in Vorarlberger Bankenkreisen auf den ersten Blick nahezu unglaubliche Informationen durch die Runde gegangen. Demnach sollen die Hypo Landesbank Vorarlberg und die Dornbirner Sparkasse eine sehr enge Zusammenarbeit prüfen.

Diese Zusammenarbeit soll sich aber nicht auf das operative Tagesgeschäft beschränken, sondern auch eigentumsrechtliche Verschränkungen umfassen, wie die “Wirtschaftspresseagentur” berichtet.

Hypo und Sparkasse “ergänzen sich ideal”

Endpunkt dieser Überlegungen sei die Gründung einer neuen, gemeinsamen Vorarlberger Regionalbank, hervorgegangen aus Hypo Vorarlberg und Dornbirner Sparkasse. Beide Banken würden sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Schwerpunkte nämlich ideal auf dem regionalen Bankenmarkt ergänzen, sagen Kenner der Materie. Hintergrund für diese Überlegungen seien aber auch die zunehmenden Regulatorien durch Basel III & Co, die in Vorarlberg schon andere Banken zusammenrücken haben lassen – siehe unter anderem die jüngsten Fusionen zwischen einigen Raiffeisenbanken.

Erste ist “not amused”: Gespräche ruhen derzeit

Die Gespräche zwischen den beiden Vorarlberger Banken seien derzeit allerdings ausgesetzt, vor allem deshalb, weil die Erste Bank als Spitzeninstitut des österreichischen Sparkassensektors “not amused” über die Überlegungen der Dornbirner Kollegen hinsichtlich solcher Ideen außerhalb des eigenen Sektors sei, sagen informierte Kreise der Wirtschaftspresseagentur.

Wie dem auch immer sei: Die Politik hätte bei diesem Thema ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Denn die Hypo steht mehrheitlich im Besitz des Landes Vorarlberg. Die Dornbirner Sparkasse wiederum gehört schlussendlich der Stadt Dornbirn. Wie die Gespräche auch ausgehen mögen, solche Überlegungen zeigen nach übereinstimmender Branchenansicht, dass auch in der Vorarlberger Bankenlandschaft zukünftig kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

Beide Banken bestätigen Gespräche

Bei der Hypo Landesbank Vorarlberg und der Dornbirner Sparkasse bestätigen die beiden Vorstandsvorsitzenden Michael Grahammer und Werner Böhler Gespräche in diese Richtung, die im Herbst 2014 über mehrere Monate hinweg stattgefunden haben. Die entsprechenden Gremien – also Aufsichtsräte und Eigentümer – seien auf beiden Seiten über die Unterredungen und deren Ziel informiert gewesen, sagte Grahammer, da solche Entscheidungen schlussendlich Sache der Eigentümer und nicht des Vorstandes seien.

Die Gespräche seien bislang insbesondere auf Vorstandsebene geführt worden. Allerdings war in beiden Häusern auch eine Handvoll Mitarbeiter informiert, die mehrere Fragen in diesem Zusammenhang abklären mussten.

“Idee einer gemeinsamen Bank hat Charme”

“Die Idee ist, dass sich unsere beiden Banken ideal ergänzen. So hat etwa die Dornbirner Sparkasse ihren Schwerpunkt bei den Privatkunden, wir hingegen bei den Firmenkunden. Da gäbe es ein sehr hohes Synergiepotential”, so Grahammer. Das Ziel dieser Gespräche sei schlussendlich die Gründung einer neuen “gemeinsamen, starken Vorarlberger Regionalbank” gewesen.

“Ich meine nach wie vor, dass diese Lösung viel Charme für beide Seiten hat, auch wenn dafür noch eine Reihe von Fragen zu klären und mehrere Hürden zu nehmen sein würden”, sagte der Hypo-Vorstandsvorsitzende. Die Gespräche, deren Ausgang offen war beziehungsweise ist, seien derzeit ausgesetzt. Grahammer ortet die Ursache dafür beim Sparkassensektor. Denn diese Überlegungen würden schlussendlich auch ein Ausscheiden der Dornbirner Sparkasse aus ihrem Sektor bedeuten.

Hypo-Chef Grahammer: “keine zwingende Notwendigkeit”

Irgendwann werde man eine Entscheidung darüber fällen, ob die Gespräche fortgesetzt oder endgültig beendet werden. Für den Fall einer Fortsetzung der Gespräche meint Grahammer, dass so ein Prozess hin bis zur Gründung einer gemeinsamen Bank zwei bis drei Jahre dauern würde.

Er betonte in dem Zusammenhang jedoch, dass man als Hypo Vorarlberg diese neue gemeinsame Bank nicht zwingend benötige. “Die Hypo Vorarlberg ist sehr gut aufgestellt und ertragsstark. Es wäre zwar schade, wenn es keine weiteren Überlegungen in diese Richtung mehr gibt, denn man darf die Augen vor Entwicklungen der Zukunft nicht verschließen. Aber für die Hypo besteht keine zwingende Notwendigkeit für ein Zusammengehen mit der Dornbirner Sparkasse.”

“Pflicht eines Vorstandes, solche Optionen zu prüfen”

Werner Böhler, Vorstandsvorsitzender der Dornbirner Sparkasse und Aufsichtsratsvorsitzender der Sparkasse Bregenz (die von so einem Deal auch betroffen wäre, da die DoSpa die Mehrheit der Anteile hält), sagte auf Anfrage, dass es “in Zeiten wie diesen die Pflicht eines Bankenvorstandes ist, die Möglichkeiten bezüglich Kooperationen und einer engeren Zusammenarbeit mit anderen Banken auszuloten”. Dabei gehe es um mögliche Berührungspunkte und die Suche nach Synergien – auch außerhalb des eigenen Sektors.

“Im Zeitalter von Basel III sind solche Überlegungen berechtigt, vor allem, wenn es um die Stärkung von regionalen Bankstrukturen geht.” Wie weit die Gespräche bislang gediehen seien, wollte Böhler nicht konkretisieren.

Hinsichtlich Informationen, wonach die Erste Bank die Notbremse bei diesen Gesprächen gezogen habe, sagte Böhler nur, dass das Spitzeninstitut “naturgemäß keine Freude mit solchen Überlegungen” habe. Ob und wann die Gespräche fortgesetzt werden, sei noch offen, da derzeit keine dringende Notwendigkeit bestehe, darüber weiter nachzudenken.

Gemeinsame Bilanzsumme von 16,3 Milliarden Euro

Die Hypo Landesbank Vorarlberg (Konzern) erzielte im Geschäftsjahr 2013 bei einer Bilanzsumme von 14,1 Milliarden Euro ein Vorsteuerergebnis von 96 Millionen Euro. Im Jahresschnitt wurden mehr als 720 Mitarbeiter beschäftigt. Die Landesbank unterhält neben Vorarlberg auch Standorte in Wien, Graz, Wels, Bozen und St. Gallen.

Die Dornbirner Sparkasse wiederum ist die mit Abstand größte Sparkasse der fünf Vorarlberger Sparkassen. Bei einer Bilanzsumme von 2,2 Milliarden Euro und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von zuletzt 8,8 Millionen Euro (2013) wurden 360 Mitarbeiter beschäftigt. Die DoSpa unterhält 15 Standorte respektive Filialen in Vorarlberg und eine in Wien. (WPA/gübi)

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