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Hypo-Alpe-Adria Chef Pinkl geht

Franz Pinkl tritt als Chef der Hypo Alpe Adria Bank ab. Er wird sich nicht wieder für den Vorstandsvorsitz bewerben, bestätigte Pinkl am Montagnachmittag der APA.

Seit Samstag sind bis 20. März vier Vorstandspositionen der seit Dezember der Republik gehörenden Krisenbank Hypo Group Alpe Adria ausgeschrieben. Darunter der derzeit von Pinkl bekleidete Posten des CEO, also des Vorstandschefs.

Als die Hypo Ende 2009 notverstaatlicht werden musste, hat das Finanzministerium betont, dass Pinkl Chef bleiben soll. Im Vorfeld der Ausschreibung des gesamten Vorstands (der jetzt auf vier verkleinert wird) war im Aufsichtsrat eine Debatte um einen Austausch auch des Vorstandschefs entbrannt.

Pinkl – der nach seinem Rücktritt als ÖVAG-Chef am 1. Juni 2009 an die Spitze der Hypo Group Alpe Adria nach Klagenfurt wechselte – hat in seinem ursprünglichen 5-Jahres-Vertrag eine so genannte “Change of control”-Klausel. Er hat den Aufsichtsrat Ende voriger Woche informiert, dass er sich am Bewerbungsverfahren nicht beteiligen wird.

Aufsichtsräte erwarteten Ablöse

Dass Franz Pinkl als Vorstandschef der Krisenbank Hypo Alpe Adria angezählt war, war nach gehäuften Andeutungen aus dem Aufsichtsrat klar.

Die Chemie soll mit dem Großteil der neuen Räte nicht gestimmt haben. Die SPÖ-Vertreter im Kontrollgremium drängten darauf, dass er den Chefsessel räumt. Der ÖVP-Finanzminister streute bei der Verstaatlichung im Dezember dem aus Niederösterreich stammenden Manager Rosen. Andere wollten schon damals an seiner Stelle einen anderen Sanierungstypen sehen.

Das in der samstägigen Ausschreibung von Aufsichtsrat und Managementberatern formulierte Anforderungsprofil für den künftigen CEO war schon nicht mehr auf den 53-Jährigen zugeschnitten.

Ursprünglich hätte sein Rücktritt – also der Verzicht auf die Neubewerbung – schon Freitag voriger Woche bekannt gegeben werden sollen.

Heute, Montag, hat Pinkl die Mitarbeiter der Bank informiert. In einer “persönlichen Erklärung” ging er auf das Hypo-Alpe-Adria-Drama ein: Die ihm im Vorfeld seiner Berufung zum Vorstandsvorsitzenden (per 1. Juni 2009) von den damaligen Eigentümern dargestellte Lage der Bank hatte sich in der Folge als weit dramatischer erwiesen als dargestellt”, schreibt Pinkl in seiner wohl letzten öffentlichen Erklärung als Hypo-Chef – im übrigen auch der ersten seit der Hypo-Verstaatlichung im Dezember.

Die Bank sei stabilisiert, so Pinkl, mit dem Eigentümerwechsel heute in deutliches ruhigeres betriebswirtschaftliches Fahrwasser geleitet.

Um nach dem Eigentümerwechsel einen Übergang “ohne zusätzliche Reibung” zu ermöglichen, habe er sich damals grundsätzlich bereit erklärt, weiterhin zur Verfügung zu stehen. Nun hätten sich die Ausgangssituationen verändert. Er habe den Aufsichtsrat informiert, dass er sich nicht mehr bewerben werde. “Insofern erwarte ich eine Entscheidung des Aufsichtsrates”, so Pinkl in dem heutigen Statement.

Eine lange öffentlich ausgetragene Debatte über Franz Pinkl an der Bank-Spitze gibt es nun nicht. Anders als in seinem vorherigen Job: In der Volksbank AG (ÖVAG), deren langjährige Tochter Kommunalkredit ein Jahr vor der Kärntner Hypo verstaatlicht wurde, war der gebürtige Ternitzer voriges Jahr erst nach einem langen sektorinternen Streit zurück getreten.

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