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USA: Huawei kündigt über zwei Drittel der Mitarbeiter

Seit zwei Monaten ist die Arbeit von HUAWEI in den USA am stillstehen
Seit zwei Monaten ist die Arbeit von HUAWEI in den USA am stillstehen ©APA (AFP/Archiv)
Huawei kündigt bei seiner Forschungstochter in den USA mehr als zwei Drittel seiner Mitarbeiter. Wegen des Banns der US-Regierung würden mehr als 600 der insgesamt 850 Arbeitsplätze bei Futurewei Technologies gestrichen, teilte der chinesische Technologiekonzern am Dienstag mit. Der Stellenabbau sei "aufgrund der Einschränkung des Geschäftsbetriebs" durch die Maßnahmen der US-Regierung notwendig.
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Insgesamt beschäftigte Huawei in den USA vor der Kündigungswelle 1.500 Mitarbeiter. Seit die USA Huawei vor etwa zwei Monaten auf eine schwarze Liste setzte, ist die Arbeit bei der US-Forschungstochter einem Mitarbeiter zufolge zum Stillstand gekommen.

Austausch abgebrochen

Unterdessen kündigte US-Präsident Donald Trump an, rasch eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Geschäfte heimischer Unternehmen mit Huawei treffen zu wollen. Er werde darüber "rechtzeitig" befinden, sagte Trump am Montag bei einem Treffen mit Chefs großer US-Technologiekonzerne wie Cisco, Intel und Alphabet in Washington. Mit dem US-Bann war es Futurewei verboten, sensible Technologien an Huawei zu übertragen. Zugleich durfte Huawei, der weltweit größte Hersteller von Telekommunikationsgeräten, keine Komponenten mehr von US-Firmen ohne spezielle Genehmigung beziehen. Futurewei hat dem US-Patentamt zufolge mehr als 2100 Patente für Telekommunikation wie etwa Technologien für 5G-Netzwerke angemeldet.

Spionage-Vorwürfe gegen Huawei

Huawei-Gründer Ren Zhengfei versucht unterdessen, Bedenken westlicher Staaten weiter zu zerstreuen. Im Interview mit der italienischen Zeitung "Il Sole 24 Ore" betonte er, der Konzern könne mit jedem Land Verträge "ohne Hintertür" für einen Zugriff auf Kundendaten schließen. Die USA und weitere Länder befürchten, dass der Einsatz von Huawei-Technologie China Spionagemöglichkeiten einräumt. Versteckte Hintertüren im Telekommunikationsnetz ermöglichen ihrer Ansicht nach den Zugriff auf Kundendaten. Huawei weist die Spionage-Vorwürfe zurück.

Großbritannien hatte am Montag eine Entscheidung darüber, ob Huawei beim Aufbau des neuen 5G-Netzwerks beteiligt werde, verschoben. Zunächst müsse die Position der USA klarer werden, sagte Digital-Minister Jeremy Wright im Parlament. Auch in mehreren anderen westlichen Staaten steht eine Entscheidung zur Rolle von Huawei beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes noch aus.

(APA/ag.)

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