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Hospiz begleitet nun auch Kinder

Resilde Längle hat vor sechs Jahren ihren Mann verloren. „Er starb sehr plötzlich.“ Damals hat sie erfahren, „wie wichtig es ist, dass man Leute um sich hat, die es echt und ernst meinen“.

Keine „Tröstungen“ im Vorübergehen. Kein hilfloses „Das wird schon wieder“. Statt dessen einmal in den Arm genommen werden. Oder nach Monaten noch von ihm erzählen dürfen, ohne anderen auf die Nerven zu gehen. „Trauer“, sagt Längle, „wird heute oft pathologisiert.“ Dabei braucht alles seine Zeit. Resilde Längle fasste nach drei Jahren wieder Tritt. Über Bekannte erfuhr sie damals von der Hospizbewegung. Sie absolvierte in sieben Monaten den Lehrgang in Batschuns. Als die gelernte Kindergärtnerin erfuhr, dass eine Hospizbegleitung für Kinder geplant wird, sagte sie gleich zu. Zwei sterbende Kinder hat „Hoki“ (Hospiz für Kinder) inzwischen begleitet. Aber das ist es nicht allein. Auch schwerbehinderte Kinder und deren Angehörige brauchen Hilfe.

Regelmäßig in Obhut

Resilde Längle erzählt von einem fünfjährigen Kind, das die Ärzte nach Herzstillstand knapp „zurückgebracht“ haben. Heute ist es schwer behindert. „Es kann sich nur durch Weinen äußern“, muss gefüttert und gewickelt werden. „Das belastet die Familie ungeheuer.“ Deshalb nimmt Resilde das kranke Kind regelmäßig in Obhut, damit die Eltern sich dem kleinen gesunden Bruder widmen können. „Der kommt sonst viel zu kurz.“ Wenn ein Kind leidet, leiden viele mit. „Hoki“ will helfen: ehrenamtlich, respektvoll und mit viel Zuneigung.

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