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Horrende Preise auf dem Schwarzmarkt

Bereits knapp sechs Monate vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden auf dem Schwarzmarkt horrende Preise für Eintrittskarten verlangt.

Rund zwei Dutzend Tickets stehen derzeit im Internet-Auktionshaus eBay zum Verkauf, für das Viertelfinale in Wien am 22. Juni muss man für zwei Billetts etwa 3.500 Dollar (2.432 Euro) hinblättern.

Geradezu ein Schnäppchen im Vergleich dazu sind die 900 Dollar (625 Euro), die im Moment für das Spitzenspiel zwischen Weltmeister Italien und dem WM-Zweiten Frankreich verlangt werden, das im Zürcher Letzigrund-Stadion über die Bühne geht.

Der UEFA hat bisher nichts unternommen, um das blühende Treiben auf eBay zu unterbinden. „Wir beobachten, wie sich die Situation entwickelt“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Die UEFA rät den Fans von solchen Angeboten ab, da diese als illegal eingestuft werden. Denn wer ein Ticket kauft, akzeptiert die Geschäftsbedingungen. Darin steht u.a., dass ein Weiterverkauf der Karte nur mit Erlaubnis der UEFA möglich ist.

Wer seine Eintrittskarte auf dem Schwarzmarkt zu Geld macht, riskiert deshalb eine Strafe von bis zu 5.000 Euro und muss überdies in Kauf nehmen, dass sein Ticket annulliert wird. „Wir behalten uns vor, gegen illegale Anbieter vorzugehen“, lässt die UEFA-Zentrale in Nyon verlauten.

Eine Alternative zum Schwarzmarkt gibt es zu Beginn des neuen Jahres. Ab Ende Jänner werden die 16 nationalen Verbände, deren Teams sich qualifiziert haben, Eintrittskarten für ihre Spiele zum Verkauf anbieten. Sie erhalten knapp 400.000 Billette, dies entspricht 38 Prozent der vorhandenen Tickets.

350.000 Karten waren bereits im vergangenen Frühjahr von der UEFA auf den Markt gebracht worden. In dieser ersten Verkaufsphase waren über 10 Millionen Anfragen eingegangen. Dabei stehen für die 32 Spiele insgesamt nur 1,05 Millionen Karten zur Verfügung.

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