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Hörl glaubt, der ÖVP gehört Tirol, und Mattle isst ein Eis

Hörl lässt wieder aufhorchen und Mattle sorgt für Stirnrunzeln vor der Tiroler Landtagswahl..
Hörl lässt wieder aufhorchen und Mattle sorgt für Stirnrunzeln vor der Tiroler Landtagswahl.. ©APA; APA/EXPA/JOHANN GRODER
In der Tiroler ÖVP läuft eine Woche vor der Landtagswahl, mit prognostiziert schlechtem Ausgang für die Volkspartei, wenig rund.
Hörl und der "Montafoner Strom"
Wackelige Partie für Tiroler ÖVP

So sorgte Seilbahn-Chef und ÖVP-Nationalratsabgeordneter eine Woche vor der Wahl für Aufsehen und heftige Kritik mit einer gewagten Aussage in der ORF-Sednung "Hohes Haus". Hörl meinte, angesprochen auf die schlechten Wahlprognosen für die Volkspartei bei der anstehenden Landtagswahl: "Ich gehe davon aus, dass wir 37 bis 38 Prozent machen werden." Umfragen gehen derzeit von 30 Prozent oder noch weniger für Spitzenkandidaten Anton Mattle aus. Günther Platter hatte 2018 noch 44 Prozent für die Tiroler ÖVP geholt.

Wem gehört Tirol?

Was für die eigentliche Empörung sorgte, war Hörls Nachsatz: "Wir regieren seit dem Zweiten Weltkrieg dieses Land und dieses Land kann sich sehen lassen. Uns gehört die Tiwag, die Wohnbauförderung und die Hypo Bank."

Franz Hörl war in den letzten beiden Jahren bereits das eine oder andere Mal mit markigen Aussagen rund um die Corona-Politik oder "Montafoner Strom den Montafonern" aufgefallen.

Mattle isst Eis wie ein "Normaler"

Währenddessen sorgte ÖVP-Spitzenkandidat Anton Mattle vergangenen Donerstag bei der Elefantenrunde der Spitzenkandidaten für die Tiroler Landtagswahl für eine Mischung aus Verwirrung und Belustigung.

In seinem Eingansgstatement gab Mattle eine Anekdote zum besten, die wohl seine Volksnähe unterstreichen sollte. Mattle beschrieb ein Zusammentreffen mit einer Wählerin beim Eis essen. Die Frau bescheinigte Mattle nach eigener Aussage er esse "ein Eis wie ein Normaler". Da habe er gespürt, dass Menschen wieder Politik zum Griefen haben wollen, so Mattle.

Erwartungsgemäß sorgte Mattles Auftritt für einiges an Spott in den Sozialen Medien:

Tiroler FPÖ wittert eine Koalition

Tirols FPÖ-Spitzenkandidat Markus Abwerzger kann sich für die kommende Legislaturperiode eine Abkehr von "starren Koalitionen" vorstellen. Im Falle einer Zweierkoalition könne man zusätzliche "Arbeitsübereinkommen" mit Oppositionsparteien schmieden, meinte er. Sollte sich eine Koalition aus zwei Parteien nicht ausgehen, könnten sich drei Parteien auf einige Punkte einigen - der Rest passiere dann im "koalitionsfreien Raum".

Dies wäre eine "Aufwertung" des Tiroler Landtages, meinte Abwerzger am Montag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Einmal mehr betonte er, wenn die FPÖ die "20-Prozent-Marke knacken und zweitstärkste Partei" werde, "kommt man um uns nicht hinweg". "Wenn wir das historisch beste Ergebnis schaffen, und das ist möglich, dann glaube ich nicht, dass ich am Sonntag zum Hörer greifen, sondern nur abheben muss", sagte er.

(VOL.AT)

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