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"Hooligan-Meldepflicht" unterzeichnet

Wien - Innenminister Platter, ÖFB-Chef Stickler und Bundesliga-Präsident Pucher haben am Donnerstag Vereinbarung über Meldepflicht für Gewalttäter während bestimmter Fußball-Spiele unterzeichnet.

Demnach kann im Hinblick auf die EURO 2008 einer amtsbekannten Person auferlegt werden, in unmittelbarem Zusammenhang mit einer bestimmten Sportgroßveranstaltung bei der Polizei persönlich zu erscheinen.

Auch einige weitere beschlossene Maßnahmen sollen der Sicherheit im österreichischen Fußball dienen. So wird künftig die Lizenz- Erteilung auch an die Einhaltung der baulichen, technischen sowie organisatorischen Auflagen im Bereich der Sicherheit geknüpft. Für die Erlangung der Spielgenehmigung sollen in Zukunft durchgehend fest konstruierte Tribünen in den Stadien angestrebt werden.

Für temporäre „Ersatztribünen“ werden dieselben technischen und baulichen Standards wie bei festen Tribünen zwingend vorgeschrieben, damit Tribünenteile nicht missbräuchlich eingesetzt werden können. Daher ist eine behördliche Genehmigung unerlässlich.

Weiters hat man sich vorgenommen, die Video-Überwachung auszubauen und die Infrastruktur im Zuschauer-Bereich zu verbessern. Außerdem wird ein personalisiertes Ticketsystem für Gäste-Fans österreichweit angestrebt, es wird vermehrt eigenes mitreisendes Sicherheitspersonal der Vereine zu Auswärtsspielen und in Gästesektoren eingesetzt.

Die Stadionverbote sollen künftig verstärkt angewendet und konsequent überwacht werden. Ziel ist es, Daten von Stadionverboten an andere Vereine weiterzugeben. Die Bundesliga übernimmt bezüglich der Errichtung eines Datenverbundes die rechtliche Prüfung und entscheidet außerdem im Falle des Falles über Verlegung oder Absage von Hochrisikospielen in Ausnahmefällen nach begründeter Empfehlung der zuständigen Sicherheitsbehörde. Vereinbart wurde auch, dass „die Qualität der Ordner in den Stadien“ verbessert werden soll.

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