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Honduras wählt neues Staatsoberhaupt

Stimmzettel für die Präsidentschaftswahl in Honduras
Stimmzettel für die Präsidentschaftswahl in Honduras ©APA/AFP
Nach einem hart geführten Wahlkampf und der Einmischung von US-Präsident Donald Trump in Form einer Wahlempfehlung hat in Honduras die Präsidentenwahl begonnen. Rund 6,5 Millionen Bürger des mittelamerikanischen Landes sind aufgerufen, über die Nachfolge der linken Präsidentin Xiomara Castro abzustimmen. "Das honduranische Volk wird trotz widriger Umstände zur Wahl gehen", sagte Regierungskandidatin Rixi Moncada, von der Partei Libre, bei der Stimmabgabe. 

Wenige Tage vor der Wahl rief Trump dazu auf, für den rechten Oppositionskandidaten Nasry "Tito" Asfura (67) von der Nationalpartei zu stimmen, um gegen den "Narko-Kommunismus" zu kämpfen.

Die frühere Finanz- und Verteidigungsministerin Moncada (60), der Ex-Bürgermeister der Hauptstadt Tegucigalpa, Asfura, und der konservative Fernsehmoderator und Ex-Vizepräsident Salvador Nasralla (72) von der Liberalen Partei sind die drei aussichtsreichsten der insgesamt fünf Kandidaten im Rennen.

Der Wahlkampf war von Betrugsvorwürfen geprägt

Das politische Klima ist angespannt: Vertreter der Regierung und der Opposition werfen sich gegenseitig vor, die Wahlergebnisse manipulieren zu wollen. 2017 kam es nach Vorwürfen der Wahlfälschung zu Protesten mit mehr als 20 Toten. Neben dem Präsidentenamt werden auch das Parlament und die Lokalverwaltungen neu besetzt. Armut, Drogengewalt und Korruption zählen zu den Hauptproblemen des Landes.

Wer die meisten Stimmen erhält, gewinnt - eine Stichwahl gibt es nicht. Umfragen zeigten vor der Wahl keinen klaren Favoriten. Regierungskandidatin Moncada kündigte an, die vorläufigen elektronischen Ergebnisse in der Nacht zum Montag nicht anzuerkennen. Sie wolle auf die endgültige Auszählung aller Wahlprotokolle in Papierform warten. 

Präsidentin Castro regiert Honduras seit 2022 als erste Frau an der Staatsspitze. Sie ist die Ehefrau des Ex-Präsidenten Manuel Zelaya, der 2009 aus dem Amt geputscht worden war. Nach dem Putsch regierte mehr als zehn Jahre lang die Nationalpartei - die nun von Trump unterstützt wird. Der Partei gehört auch Ex-Präsident Juan Orlando Hernández an, der in den USA eine 45-jährige Haftstrafe wegen Verwicklung in den Drogenhandel verbüßt. Trump hat seine Begnadigung angekündigt.

(APA/dpa)

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