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Homosexuell, Mutter, Unternehmerin - und AfD-Mitglied

Die Überlinger AfD-Politikerin Alice Weidel erhält für ihren Auftritt bei Maischberger viel Presselob. Vor allem dafür, da sie eine völlig untypische Facette der Partei gezeigt habe.

Alice Weidel aus Überlingen hat etwas Seltenes zu Wege gebracht: Nach ihrem Maischberger-Auftritt erhielt sie trotz AfD-Mitgliedschaft Lob von der deutschen Presse. Sie habe eine “völlig untypische Facette der Partei gezeigt”, resümiert etwa die “Welt”. Thema der Sendung waren die Landtagswahlen in den deutschen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. “Schöne Sendung”, soll Peter Hintze (CDU), Bundestagsvizepräsident und Mitdiskutant, nach der Sendung sogar gesagt haben. Neben Hintze waren noch “Stern”-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges, SPD-Urgestein Klaus von Dohnanyi und der Journalist Claus Strunz geladen – sowie eben Alice Weidel. Sie sprang für Parteichefin Frauke Petry ein, die abgesagt hatte.

“Würde Sie eher auf dem rechten Flügel der FDP vermuten”

Gastgeberin Maischberger betonte dabei extra die auf den ersten Blick für eine AfD-Politikerin ungewöhnliche Biografie Weidels: Eine promovierte Ökonomin und Start-up-Unternehmerin, die in einer homosexuellen Partnerschaft lebt und ein Kind hat, wie “welt.de” auflistet. Zur AfD sei sie gekommen, da sie nicht mehr mit der Euro-Rettungspolitik einverstanden gewesen wäre. Jörges bezeichnete im Verlauf der Sendung viele Ansichten Weidels als “legitim” und meinte: “Sie würde ich eigentlich auf dem rechten Flügel der FDP vermuten”. Gleichzeitig warnte Jörges aber auch davor, sich vom Auftrit Weidels blenden zu lassen – zu massiv sei das Problem, welches die Partei mit Rechtspopulisten in Ostdeutschland habe. Strunz sekundierte: Die alles entscheidende Frage sei ob es der Partei gelinge, sich vom rechtsextremen Klientel zu distanzieren.

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