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Holzspalter ist nicht gleich Holzspalter

Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Holzspaltern ist das optimale Gerät.
Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Holzspaltern ist das optimale Gerät. ©www.sicheresvorarlberg.at
Dornbirn - Holz spalten: für den Kachelofen, für den Herd oder das offene Kamin. Ein Kinderspiel? Mitnichten. Unfälle mit Holzspaltern, die noch mit herkömmlichen Fuß- oder Einhandschaltungen betrieben werden, zählen auch im Ländle zu den häufigsten Maschinenunfällen.

Besonders Finger, Hände und Arme müssen im Unglückfall daran glauben.

Die sogenannten Kurzholzspalter, welche vorrangig zum Spalten von Holz mit einer Länge bis ca. 50 cm verwendet werden, kommen nicht nur in der Landwirtschaft sondern auch bei vielen privaten Hobbyholzern zum Einsatz. Auf Initiative von Sicheres Vorarlberg, der Forstabteilung der Landwirtschaftskammer und der Sicherheitsberatung der Sozialversicherungsanstalt der Bauern wurde in Zusammenarbeit mit kompetenten Fachorganisationen ein Vergleichstest mit 12 Kurzholzspaltern durchgeführt. Dieser Test beinhaltet die praktische Handhabung, die messtechnische Prüfung und nicht zuletzt die sicherheitstechnische Beurteilung. Die Prüfergebnisse zeigen, dass es doch beträchtliche Unterschiede zwischen den Spaltern gibt.

„Ein wesentliches Sicherheitskriterium ist die Zweihandsicherheitsschaltung mit einer entsprechenden Fixiereinrichtung für die zu spaltenden Holzstücke. Je besser diese zu handhaben ist, umso besser ist die Bedienbarkeit, umso weniger ist man versucht, diese zu umgehen“ so Ludwig Iselor, Sicherheitsberater der SVB.

Weitere wichtige Kriterien sind u.a. die Spaltkraft, Spaltgeschwindigkeit oder die Transporteigenschaften der Spalter. Bei einigen Geräten ist der Unterschied zwischen angegebener und gemessener Spaltkraft sehr groß. Eine Differenz aufgrund von Reibungsverlusten und Schwankungen bei der Einstellung der Ventile von bis zu zehn Prozent ist normal. Bei einigen Spaltern sind jedoch nicht tolerierbare Abweichungen von über 20 Prozent festgestellt worden.Wie weit die einzelnen Spalter die geprüften Kriterien erfüllen, darüber gibt der Beitrag der Zeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“ sehr gut Auskunft. Zu empfehlen ist auch im Vorfeld eines beabsichtigten Kaufes, selber Spalter zu testen. Teilweise stellen Händler Geräte zur Probe auch leihweise zur Verfügung.

Vergleich als Entscheidungsgrundlage

Eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Holzspaltern ist das optimale Gerät. Für eine sachlich- fachliche Entscheidungsgrundlage gab es einen groß angelegten Vergleichstest. Die Ergebnisse sind nun verfügbar und können für Interessierte, ob Forstprofi oder Hobbyholzer eine wertvolle Hilfe bei einer Neuanschaffung sein. Technisch ausgereifte Geräte sind auch ein Beitrag zu mehr Sicherheit.

(Quelle: Sicheres Vorarlberg)

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