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Hollywood-Star Charlton Heston ist tot

Der Hollywood-Star und Waffen-Lobbyist Charlton Heston ist tot. Heston starb nach Angaben seiner Familie am Samstag in seinem Haus in Beverly Hills im Alter von 84 Jahren.  | Filmerfolge

Seine Ehefrau Lydia sei an seiner Seite gewesen, als er starb. Heston wurde weltberühmt durch seine Rollen in Hollywoods biblischen Epen und erhielt für seine Darstellung des “Ben Hur” in dem gleichnamigen Film 1960 einen Oscar. In den vergangenen Jahren trat Heston vor allem als Verfechter des Rechtes auf Waffenbesitz auf. ORF 2 endet heute in memoriam Charlton Heston sein Programm und sendet um 23 Uhr “El Cid” statt einer Doku über Marie Antoinette.

Heston wurde am 4. Oktober 1923 in Evanston im US-Bundesstaat Illinois als John Charlton Carter geboren und spielte seine erste Filmrolle schon 1941. Der hochgewachsene Mann mit den kantigen Gesichtszügen hatte von Anfang an einen Hang zu historischen Rollen. So spielte er 1950 den Marcus Antonius im Film “Julius Caesar”. Seinen Durchbruch hatte er allerdings mit Cecil B. DeMilles “Die größte Schau der Welt” 1952, in dem er einen Zirkus-Direktor spielt. DeMille war es auch, der ihn als Moses in “Die Zehn Gebote” auf die Leinwand brachte.

Der Höhepunkt von Hestons Filmkarriere war zweifellos seine Darstellung des jüdischen Prinzen “Ben Hur” im gleichnamigen Film von William Wyler, in dem ein atemberaubendes Wagenrennen für Aufsehen sorgte. Das Vier-Stunden-Epos galt auch als Gipfel der großen Bibelverfilmungen in Hollywood. Heston erzählte in der Folge gerne, wie Regisseur Wyler ihm vor der Verfilmung des Wagenrennens gesagt habe, er solle sich nur darauf konzentrieren, nicht herunterzufallen. Weitere große Rollen Hestons waren der spanische Nationalheld “El Cid” (1961) oder der Bildhauer Michelangelo in “Inferno und Ekstase” (1965). Ob Historiendrama, Western, Science-Fiction, Abenteuerstreifen – er spielte immer den Helden.

Sein Renommée als Schauspieler warf Heston in den vergangenen Jahren auch immer wieder in der Debatte um Waffenbesitz in die Waagschale. Er engagierte sich für die Waffenlobby National Rifle Association und war zeitweise deren Vorsitzender. Als solcher hatte er auch 2002 einen Auftritt in Michael Moores Dokumentation “Bowling for Columbine”. Im April 2003 gab Heston seine Funktion ohne Angabe von Gründen auf und lebte seitdem zurückgezogen. Der Schwenk zu rechtsgerichteten politischen Ansichten kam aber erst spät in Hestons Leben. In den 60er Jahren war der Schauspieler ein erklärter Linker und begleitete auch den Bürgerrechtler Martin Luther Kind bei seinem Marsch durch Washington.

Im Alter hatte Heston mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, mit denen er aber offenbar zurechtkam. 1998 wurde ihm ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, im selben Jahr überstand er eine Erkrankung an Prostatakrebs. Im August 2002 gab er bekannt, dass er an Alzheimer litt.

“Charlton Heston wurde von der Welt als übermenschlich angesehen. Er war bekannt für seinen kantigen Kiefer, seine breiten Schultern, seine klangvolle Stimme und – natürlich – für die Rollen, die er spielte”, hieß es in der Mitteilung von Hestons Familie. Heston sei ein “liebender Ehemann, guter und ergebener Vater und zärtlicher Großvater” gewesen. “Diese großartigen Rollen spielte er mit unglaublicher Treue, Mut und Würde.” “Niemand kann ein erfüllteres Leben als seines haben”, teilte die Familie mit. Er selbst habe gesagt: “Ich hatte ein so wundervolles Leben. Ich habe für zwei gelebt.”

Heston in “Ben Hur”

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