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Hohenems: Was aus dem ehemaligen Waschhaus wird

Das ehemalige Waschhaus wird abgerissen.
Das ehemalige Waschhaus wird abgerissen. ©VOL.AT/Mayer, handout/Heribert Amann
Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Das ehemalige Waschhäuschen am Emsbach wird derzeit abgerissen. Eigentümer Heribert Amann verrät, was Neues geplant ist.

Vor sieben Jahren erwarb Baumeister und Architekt Heribert Amann das ehemalige Gemeinde-Waschhaus am Hohenemser Schlossplatz. Seither tüftelte er an einer Idee für eine langzeitige Nutzung. Zwischenzeitlich war im vorderen Teil des Gebäudes eine Kaffeerösterei untergebracht. Der hintere Teil stand leer. Amann stellte ihn etwa für das Kulturfest "Emsiana" zur Verfügung. Nun wird das Gebäude abgerissen.

"Keine ausreichende Denkmalqualität"

"Der Entschluss, es neu zu bauen, kam erst nach langen und eingehenden Untersuchungen", verdeutlicht Amann gegenüber VOL.AT. Das Bundesdenkmalamt kam im August 2021 zuletzt zu dem Schluss, dass dem Objekt "keine ausreichende Denkmalqualität im Sinne des Denkmalschutzes" zukomme. Leider musste man feststellen, dass die Bausubstanz vor allem im Fundamentbereich so desolat war, dass eine Renovierung schlicht und einfach nicht möglich war. Der Abbruch und Wiederaufbau einer Kopie waren für Amann nicht sinnvoll: Raumhöhen und Nutzungsmöglichkeiten des Hauses waren nicht mehr zeitgemäß.

So sah das Waschhaus früher aus. Bild: handout/Heribert Amann

Neues mit Wiedererkennungswert

Seit bald zweieinhalb Jahren gibt es nun eine rechtskräftige Baubewilligung. Letzte Woche startete bereits die ersten Arbeiten am Waschhäuschen. In den nächsten Wochen wird das Gebäude komplett abgebrochen. Dann soll laut Amann gleich mit dem Bau begonnen werden. Es entsteht ein dreigeschossiges neues Gebäude, das ein Restaurant beheimaten soll. Der Charme des Waschhauses soll beibehalten werden. "Wir haben also versucht, sehr viel Wiedererkennungswert in das neue Gebäude zu packen", erklärt Amann im VOL.AT-Gespräch.

Vorkoster-Wirt als Geschäftspartner

"So wie es ausschaut, wird bis Ende Mai, Mitte Juni das Gebäude in seiner Form dastehen", meint der Architekt und Baumeister. Über den Sommer folgt die Ausbauphase. "Wir sind guter Dinge, dass wir im neuen Jahr dann das neue Restaurant, den neuen Gastronomiebetrieb, eröffnen können", erklärt er. Mit "wir" meint er sich und seinen Geschäftspartner Benjamin Meyer. Der Gastronom betreibt den "Vorkoster" in Hohenems. Durch Amanns Verbindung zum Verein "Kultur im Löwen" wäre es gut denkbar, dass im neuen Restaurant auch kleinere Konzerte und Literaturlesungen etabliert werden.

(VOL.AT)

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