Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Hoffen auf Durchbruch bei der Stammzell-Therapie

US-Forscher sind bei der Behandlung schwerer Krankheiten durch die Gentechnik womöglich einen großen Schritt weiter gekommen: Sie fanden eine neue, "bemerkenswert wirksame" Methode zur Züchtung menschlicher Stammzellen, die vielseitig eingesetzt werden können, ohne dabei auf embryonale Stammzellen zurückgreifen zu müssen. Das geht aus einer im US-Wissenschaftsmagazin "Cell Stem Cell" veröffentlichten Studie hervor.

Derzeit setzt die Stammzellforschung zur Therapie schwerer Krankheiten wie Leukämie vor allem auf embryonale Stammzellen, die als pluripotent bezeichnet werden – also “Alleskönner” sind, weil sie sich praktisch in jede menschliche Zelle verwandeln können und problemlos vermehren lassen. So kann Ersatzgewebe für kranke Körperpartien gezüchtet werden. Dieses Verfahren ist aber ethisch umstrittenen, denn die Stammzellen werden vor allem aus Embryonen gewonnen, die bei künstlichen Befruchtungen übrigbleien sowie aus abgetriebenen Embryonen und Föten.

Auch der erwachsene Körper verfügt über Stammzellen, die sogenannten adulten Stammzellen, die aber nur begrenzt vorhanden sind, schwer vermehrt werden können und die wohl teils auf ihre jeweilige Funktion beschränkt bleiben: Adulte Stammzellen aus dem Gehirn könnten demnach nur verschiedene Hirnzellen neu bilden, adulte Blutzellen lediglich verschiedene Blut- oder Immunzellen.

Die Forscher um Derrick Rossi von der Harvard Medical School griffen nun bei der Züchtung der Stammzellen nicht auf den üblichen Weg zurück, das Genom ständig zu verändern, um Proteine zu erhalten, die adulte Stammzellen so “reprogrammieren” können, dass daraus pluripotente Stammzellen werden. Statt dessen entwickelten sie synthetisch veränderte RNA-Boten-Moleküle, welche die Proteine verschlüsselten, ohne sich dabei in die Zell-DNA einzufügen. Durch wiederholte Anwendung dieser RNAs konnten erwachsene Hautzellen in pluripotente Stammzellen “mit verblüffender Wirksamkeit” umgewandelt werden.

In der Studie veränderten sich demnach pluripotente Stammzellen, die mit RNAs mit einer Verbindung zu Muskelzellen in Verbindung standen, in Muskelzellen. Diese Züchtung war laut Studie einfach, wirksam und “ohne das sofortige Risiko, eine genetische Veränderung auszulösen”. Rossi hob hervor: “Wir glauben, dass unser Ansatz das Potenzial hat, eine wichtige und vielleicht sogar die entscheidende Technologie für zell-basierte Therapien zu werden.”

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Hoffen auf Durchbruch bei der Stammzell-Therapie
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen