Hockenheim: Klien mit Bestzeit

Red-Bull-Pilot Christian Klien ist am Samstag im Abschlusstraining zum Großen Preis von Deutschland Schnellster gewesen. "Es fühlt sich gut an", so der Vorarlberger nach dem Rennen im Interview.

Der Vorarlberger verwies in 1:15,628 Minuten die Honda-Piloten Jenson Button (GBR/1:15,651) und Rubens Barrichello (BRA/1:15,963) auf die Plätze. Der siebenfache deutsche Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher benötigte am Samstag für seine schnellste Übungsrunde auf dem 4,574 km langen Hockenheimring im Ferrari 1:16,307 (9.), der in der WM führende Spanier Fernando Alonso (Renault) war Elfter 1:16,427.

Der Schotte David Coulthard kam im zweiten Red Bull in 1:16,080 Minuten auf Platz fünf, die Toro-Rosso-Piloten Vitantonio Liuzzi (ITA/1:16,532) und Scott Speed (USA/1:16,600) wurden 12. und 13.

Red-Bull-Pilot Christian Klien war nach der Trainingsbestzeit erleichtert: „Es fühlt sich gut an, ich hoffe, dass ich das halbwegs ins Qualifying mitnehmen kann. Die neuen Teile, die Reifen sind gut, das stimmt mich zuversichtlich“, meinte er in einem ORF-Interview.

Nach dem kritischen Bericht im „The Red Bulletin“, dem satirisches Formel 1-Magazin des österreichischen Rennstalles Red Bull, war das Balsam auf seine Wunden: „Das ist ein bissi Genugtuung, es kommt gerade richtig, das wird einigen ein bisserl das Maul stopfen“, sagte der Vorarlberger.

Marko vom Effekt des Bulletin-Berichts bei Klien begeistert

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat sich am Samstag nach dem Freien Training für den Formel-1-Grand-Prix auf dem Hockenheimring und der schnellsten Zeit von Christian Klien in einem ORF-Interview fast begeistert vom Effekt des kritischen Artikels über den Vorarlberger im „The Red Bulletin“ gezeigt: „Nehmen wir den Artikel her, er (Klien/Anm.) war gestern verärgert, heute hat er eine Topleistung gezeigt“, sagte der Steirer. Wenn so etwas Christian zu solchen Leistungen anrege, dann müsse man sich überlegen, „was wir bis Sonntag schreiben“, meinte er.

Das satirische Formel-1-Magazin des österreichischen Rennstalls Red Bull Racing an Rennwochenenden hatte in seiner Freitag-Ausgabe kritisch über den eigenen Fahrer Klien berichtet. Er hätte nicht die Leistungen gebracht, um in der Formel 1 bleiben zu können. Zudem zeige kein anderes Team zur Zeit Interesse an Klien. Der Vorarlberger hatte noch am Freitag in einem ORF-Interview gelassen reagiert: „Wenn ich über jede Kritik nachdenke, kann ich mich nicht mehr auf das Rennwochenende konzentrieren.“

Auf den Artikel angesprochen, sagte Marko im ORF-Interview: „Es ist eine unabhängige Zeitung, das Ganze war in Form einer Glosse. Da sind verschiedenste Mutmaßungen angestellt worden. Da ist ein Teil herausgepickt worden, der ist negativ ausgelegt worden.“ Es sei auch über andere Fahrer in ähnlicher Form berichtet worden.

In der Öffentlichkeit hatte für Verwunderung gesorgt, dass Red Bull einen eigenen Fahrer dermaßen angreift und unter Druck setzt. „Jetzt haben wir ein super Resultat. Dieser Effekt – ich kann das nur positiv sehen. Es ist eine leicht satirische Zeitschrift, ich sehe das nicht so tragisch“, äußerte sich Marko.

Die Kritik aus den eigenen Reihen verteidigte Marko: „Das ist nicht ganz so. Es gab Ziele am Jahresbeginn, die waren klar gesetzt, dass ein Christian Klien mit Coulthard ebenbürtig sein muss oder ihn schlagen muss. Und das ist, wenn man die Punkte anschaut, mit 10:1 deutlich danebengegangen.“ Zur Artikel-Passage, dass kein Team Interesse an Klien zeige, meinte er: „Mir ist nichts bekannt, dass irgendjemand Klien ein Offert gemacht hat.“

Abschließend stellte Marko noch fest: „Christian hat ein Team, das voll für ihn arbeitet, genauso wie für Coulthard. Positiv ist der Fortschritt mit dem Auto. Wenn diese Steigerung vom heutigen Training im Qualifying da ist, dann sollten wir stolz sein.“

Christian Klien hatte sich jedenfalls nach der Trainingsbestzeit erleichtert gezeigt: „Es fühlt sich gut an, ich hoffe, dass ich das halbwegs ins Qualifying mitnehmen kann!“ Und weiter: „Das ist ein bissi Genugtuung, es kommt gerade richtig, das wird einigen ein bisserl das Maul stopfen“, sagte der Vorarlberger.

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