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Höchst setzt auf kleine Verkehrslösung

Bis nach dem Wohnhaus Brugger Straße 61 (rechts) soll die Straße Unterflur geführt werden.
Bis nach dem Wohnhaus Brugger Straße 61 (rechts) soll die Straße Unterflur geführt werden. ©A. J. Kopf
Höchst will nicht Jahrzehnte auf eine Verkehrslösung warten

Kaum mehr Hoffnung auf Verbindungsstraße durch das Ried

Die Gemeinde Höchst will nicht weitere Jahrzehnte warten, bis eine regionale Straßenverbindung die Verkehrsprobleme im Gemeindegebiet vielleicht entschärft. Deshalb wurde ein Verkehrsplanungsbüro mit der Planung einer “kleinen Lösung” beauftragt. Sie soll unabhängig von einer Straßenverbindung durch das Ried oder anderswo endlich Erleichterungen für Höchst bringen.

Der Vorschlag, erarbeitet vom Planungsbüro Besch und Partner, Feldkirch, sieht einen Anschluss von der bestehenden L40, Brugger Straße, im Ortsteil Brugg zum nahen Autobahnanschluss in St. Margrethen vor. Um die Trennwirkung der stark befahrenen Straße zu reduzieren ist zudem vorgesehen, einen Teil Unterflur zu führen. Ob die anderen Beteiligten am Planungsvorhaben diesem Vorschlag zustimmen, muss sich erst zeigen. Auch über die Kosten können noch keine Aussagen gemacht werden. Höchst hofft jedenfalls auf eine Umsetzung innerhalb von fünf Jahren.

“Es ist zu befürchten, dass das Planungsverfahren im unteren Rheintal in absehbarer Zeit keine Lösung bringt, mit der sich alle einverstanden erklären. Höchst stöhnt unter der Verkehrsbelastung. Deshalb hat der zuständige Ausschuss für Raumplanung und Verkehr mit dem Planungsbüro Besch eine Variante erarbeitet, die umsetzbar scheint.”

= Keine Belastung für andere Gemeinden

Bürgermeister Werner Schneider verweist darauf, dass eine Vorgabe für die Planung war, keine Belastungen auf andere Gemeinden abzuschieben. “Wichtig für Höchst ist, eine Variante in die Diskussion einbringen zu können, die sich sofort verwirklichen lässt. Sie ist unabhängig davon, ob es eine Straßenverbindung in nördlicher bzw. östlicher Richtung gibt.” Nur so kann sich Höchst wirksam gegen ungünstige Varianten zur Wehr setzen.

= Kurze Verbindung

Da St. Margrethen und der Kanton St. Gallen jedes Abweichen vom vorhandenen Anschluss in Brugg ablehnen, hat das Büro von DI Martin Besch einen entsprechenden Vorschlag erarbeitet. Er sieht die kurze Verbindung an vorgesehener Stelle in Brugg vor, allerdings ohne die alte Verbindung der S 18 durch das Wohngebiet in Brugg zum neuen Rhein.

Anschlussknoten an der bestehenden L40 würden die Verbindung Richtung St. Margrethen schaffen. Zusätzlich ist ein neuer Anschluss der Rheinstraße an die L40 erforderlich. DI Martin Besch: “Bereits jetzt trennt die Brugger Straße das Wohngebiet vom Erholungsgebiet. Damit die Trennwirkung nicht verstärkt wird, ist unser Vorschlag in der Ausbaustufe 3, die Trasse unterirdisch zu führen (4 m unter Niveau) und einzuhausen. Der oberirdische Bereich liegt auf Höhe der bestehenden Dammkrone und wäre für Fußgänger und Radfahrer reserviert.” Zudem könnten Anrainer zu- und abfahren.

= Weniger Verkehr im Ortsgebiet

Die Verkehrsplaner rechnen damit, dass die Umsetzung dieser Variante den Pkw-Verkehr am bestehenden Grenzübergang Höchst-St. Margrethen um 7.000 Pkw und 400 Lkw täglich reduzieren würde. Die Verbindung zwischen Fußach und Höchst wäre um 200 Pkw und 1.000 Lkw pro Tag entlastet.

Eine Entlastung ist auch für den Grenzübergang Lustenau-Au gegeben, nämlich um 700 Lkw und 2.000 Pkw pro Tag.

Brugger Straße 61,Höchst, Austria

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