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Hochregallager als Krönung

©VMH/ Philipp Steurer
Schwarzach - In seine letzte und vielleicht spektakulärste Umsetzungsphase tritt dieser Tage der Erweiterungsbau der Offsetdruckerei Schwarzach.
Hochregallager als Krönung

Donnerstag Abend wurde das erste vertikale Tragelement für das höchste je in Holz ausgeführte Hochregallager positioniert, das von Kaufmann Bausysteme in Reuthe und Lagertechnik Wolfurt (LTW) gemeinsam realisiert wird. Laut Ing. Edi Fischer, Geschäftsführer der Offsetdruckerei, wird das vollautomatisierte und teilklimatisierte Hochregallager „voraussichtlich im April 2010“ seinen Vollbetrieb inklusive Logistik aufnehmen.

„Es wird alles recht knapp, wir sind froh, wenn die Hülle des für 10.400 Palettenplätze ausgelegten Hochregallagers bis Dezember fertiggstellt ist. Die Regalbediengeräte sollten im Jänner installiert werden können. Die Produktion im eigentlichen Erweiterungsbau sollte noch im Dezember mit den neuen Stanzmaschinen starten“, skizzierte Fischer die wichtigsten Etappen bis zur Inbetriebnahme der größten Erweiterung seit Firmenbestehen.

Das für die Offsetdruckerei realisierte und auf Holz basierte Hochregalkonzept setzt Maßstäbe neu. Hatte das bisher spektakulärste von Kaufmann umgesetzte Hochregalholzkonstrukt – für die Saline

in Ebensee – noch eine Höhe von 24 Metern, wird diese im Fall der Offsetdruckerei 30 m betragen, 27 m davon über Grund. Auch die Länge von 56 m und Breite von 23 m bedeuten atemberaubende Dimensionen. Laut Fischer wird der eigentliche Erweiterungsbau 20, das Hochregallager inklusive Hightech-Innenleben 7 Mill. Euro kosten.

Was die Auftragslage der Offsetdruckerei betrifft, spüre man „seit drei Monaten eine Trendwende zum Besseren“ (Fischer). Für heuer wäre man schon glücklich, bliebe man nicht um mehr als sieben Prozent hinter 2008er Umsatzniveau zurück. „Und ebenso wäre nach heutigem Umfeld als Erfolg zu werten, wenn wir 2010 nicht hinter das Geschäftsniveau von heuer zurückfallen“, spricht der Geschäftsführer von einem „sehr verhaltenen Optimismus“. Immerhin hat die Offsetdruckerei bis heute keine auftragsbedingte Kündigung ausgesprochen, beschäftigt weiterhin ca. 300 Mitarbeiter. Während die Auftragsvolumina im Lebensmittelsektor ziemlich konstant blieben, führte die Krise im Nonfood-Bereich (Beispiel: Schmuckindustrie) sehr wohl zu Verschiebungen. Fischer, der das Unternehmen übrigens für den Klimaschutzpreis 2009 einreichte, erwartet sich Impulse auch von der Tatsache, dass man seit zwei Monaten „klimaneutrale Produkte“ anbieten kann. Für verursachte CO2-Emissionen werden Ausgleichszahlungen/-leistungen erbracht.

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