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Hochlandrinder "auf dem Galgen" in Egg

Obmann Stefan Nußbaumer und Wendl Hammerer (l.) präsentieren beim Hoffest auf dem Galgen auch den Verein der Hochlandrinderzüchter.
Obmann Stefan Nußbaumer und Wendl Hammerer (l.) präsentieren beim Hoffest auf dem Galgen auch den Verein der Hochlandrinderzüchter. ©stp

Holzschnitzer und Hobbyhistoriker Wendl Hammerer hat in der Pension eine neue Leidenschaft entdeckt
Egg-Großdorf. Bis zum EU-Beitritt Österreichs hat Wendelin “Wendl” Hammerer aus Egg-Großdorf selbst noch eine kleine Landwirtschaft betrieben, jetzt hat sich der Jungpensionist auf diese alten Tugenden rückbesonnen und die Landwirtschaft reaktiviert.
“Ich musste mir in der Pension ein Hobby suchen, das ich auch aktiv betreiben konnte. Mit meinen kaputten Schultern war da die Auswahl nicht besonders groß – die Zucht von Hochlandrindern bot sich an”, erläutert Wendl beim ersten Hoffest, mit dem er auch gleich seine andere große Leidenschaft verbindet: die Heimatforschung.
Auf dem Galgen
Das landwirtschaftliche Gebäude steht nämlich an historischer Stätte – an recht makabrem Ort, denn von etwa 1400 bis zur Auflösung des Gerichts zu Beginn des 19,. Jahrhunderts war der Galgenbühel die Hinrichtungsstätte des Bregenzerwälder Hochgerichts. Der Galgen selbst wurde erst 1823 abgerissen, 1780 fand die letzte Hinrichtung statt.
Wendl Hammerer vermutet jedoch, dass dieser einzigartige Platz im Bregenzerwald – von hier aus kann man mehr als zehn Kirchtürme sehen – schon viel früher von Bedeutung war und in der Siedlungsgeschichte der Talschaft eine große Rolle spielte. Hammerer führt diesbezüglich Gespräche mit Archäologen (u. a. der Uni Bamberg), um das Gelände, auf dem Reste einer Verbauung aus der Römer- bzw. Keltenzeit vermutet werden, zu untersuchen.
Nachwuchs im Stall
All das ficht die Hochlandrinder nicht an, sie finden hier ein wahres Paradies vor. Und wie genau geplant stellte sich vier Tage vor dem Hoffest auch noch Nachwuchs ein und das schwarze Kälbchen, das noch ein wenig unsicher auf den Beinen war, avancierte zum Liebling der Kinder, die mit ihren Eltern zum Hoffest gekommen waren.
Verein mit 20 Mitgliedern
Wendl Hammerer ist nicht der einzige Hobbylandwirt, der sich der Hochlandrinderzucht verschrieben hat. “2009 wurde der Verein ,Wissen was man isst’ gegründet, inzwischen gehören ihm bereits 20 Mitglieder an”, erläutert Obmann Stefan Nußbaumer aus Lingenau. VN-STP

BU, Obmann Stefan Nußbaumer und Wendl Hammerer (l.) präsentieren beim Hoffest auf dem Galgen auch den Verein der Hochlandrinderzüchter. FOTO: STRAUSS

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