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Hitzewelle kurbelt Umsatz der Vorarlberger Seilbahnen kräftig an

Vorarlberger Seilbahnen blicken auf einen Sommer mit 20 Prozent Umsatzwachstum zurück.
Vorarlberger Seilbahnen blicken auf einen Sommer mit 20 Prozent Umsatzwachstum zurück. ©Margreiter
Schwarzach. Dank der Hitzewelle und getätigten Investitionen der Seilbahnbetreiber in den Sommertourismus fahren die Vorarlberger Bergbahnen im Sommer 2015 ein Umsatzplus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein.

Das ergab eine Umfrage zu den Umsatzzahlen der Sommersaison 2015 der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen. Demnach schätzen die befragten Bahnbetreiber, dass sich der Umsatz, eine gleichbleibende Entwicklung im Herbst miteingerechnet, gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent steigert. Zum Stichtag am 8. September ergebe sich daraus ein Ergebnis von rund 17 Millionen Euro Netto-Umsatz.

Investitionen in Sommertourismus zahlen sich aus

Ein sattes Plus, das die Vorarlberger Bergbahnbetreiber auf das konstant schöne Wetter sowie Investitionen in den Sommertourismus zurück. Denn: “Viele Skigebiete in Vorarlberg haben – neben dem Tourismus im Winter – das Potenzial für die warme Jahreszeit erkannt. Den Ganzjahrestrend zu ‚Bewegung und Erlebnis am Berg’ spüren auch die Seilbahnen: Vor allem diejenigen Skigebiete, die in Sommer-Angebote investiert haben, verzeichnen ein deutliches Umsatzplus”, erläutert Wolfgang Beck, Obmann der Fachgruppe der Vorarlberger Seilbahnen (siehe Bild oben; Anm.).
So seien von vorarlbergweit 124 Seil- und Sesselbahnen mittlerweile 37 auch in den Sommermonaten in Betrieb. Und das zahle sich sichtlich aus, meint Beck: “Die Vorarlberger Seilbahnen haben bereits zum jetzigen Zeitpunkt auf zahlreiche Sommer-Attraktionen wie Wander- und Lehrpfade, Sommer-Tubing, Klettersteige oder Mountainbike-Routen gesetzt. Den Zahlen nach zu urteilen, sind das Investitionen in die richtige Richtung.”

Der Trend hin zum Sommertourismus spiegle sich dabei auch in den Beförderungszahlen wider. 25 Prozent der Sommer-Gäste kamen aus Vorarlberg, heißt: Jeder vierte Gast kam aus dem Land. 43 Prozent, also fast die Hälfte aller Touristen, kamen aus Deutschland, 13 Prozent aus der Schweiz.

“Nur teilweise in Konkurrenz”: Freibäder gingen nicht baden

Nur so am Rande: Das Top-Ergebnis für Vorarlbergs Bergbahnen bedeutet dabei keineswegs, dass Vorarlbergs Freibäder 2015 baden gingen. Der Rekordsommer 2015 trieb die Vorarlberger in Scharen in die Bäder und ließ auch dort die Kassen klingeln. In den meisten Bädern waren die Besucherzahlen dementsprechend doppelt so hoch wie in der vergangenen Saison. Das unterstreicht auch Wolfgang Beck:  “Die Bahnbetreiber standen aufgrund des guten Wetters nur teilweise in Konkurrenz mit den Schwimmbädern. Wegen der hohen Temperaturen im Tal haben sich Frischluftbegeisterte in die Berge gerettet. Viele ‚Liftler’ sprechen daher von einem hervorragenden und außergewöhnlich guten Sommer.”

Hoffnung auf “güldenen Herbst”

In Betrieb sind die Vorarlberger Sommerbahnen noch bis Mitte beziehungsweise Ende Oktober. Und so liegt die Hoffnung der Seilbahnbetreiber auf einem “goldenen Herbst”. Er könnte die Umsatzzahlen noch weiter in die Höhe befördern.

Über die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg
Die Fachgruppe der Seilbahnen Vorarlberg ist Interessensvertretung von 71 Mitgliedern und 45 Skigebieten. Vorarlbergweit sind in der Wintersaison 318 Bahnen und (Schlepp-)Lifte in Betrieb. Sie bedienen insgesamt 1.000 Pistenkilometer. In der Sommersaison haben 37 Lifte geöffnet. (red)

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