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Hitze, wenig Wasser, schlechter Wind

Die Outdoortrophy in Lingenau lud zum achten Mal zu einem der härtesten Teamwettkämpfe. Das Team „Robotunits“ triumphierte mit viereinhalb Minuten Vorsprung.
Bilder von der outdoortrophy 09
Der Wettkampf und Interview mit den Siegern
Mehr Bilder von der Hitzeschlacht
Interview mit Sportlern und Sponsoren

Es fiel kein Startschuss am Alten Bahnhof in Lingenau. Der Lingenauer Bürgermeister Peter Bereuter brachte die Pistole einfach nicht zum Schießen. Trotzdem starteten die 36 Läufer der Outdoortrophy pünktlich um 10 Uhr morgens Richtung Niedere. Für die Extremsportler hieß es, 1404 Höhenmeter zu überwinden – vorbei an hunderten Fans, die entlang der Strecke mitfieberten. Auf der Niedere wartete bereits ihr Teamkollege mit dem Paragleitschirm. Die Outdoortrophy in Lingenau gilt als einer der härtesten Teamwettkämpfe der Welt. Die Sportarten Berglauf, Paragleiten, Wildwasser-Kajak und Mountainbike verlangen den Athleten alles ab. „Leider werden es immer weniger Teams, die mitmachen“, bedauerte der Sieger Hannes Pallhuber. Er versicherte jedoch, dass die guten Sportler alle dabei gewesen seien. Das zeigte sich im Berglauf. Der Berglauf-Teamweltmeister Marco Gaiardo aus Italien und sein Landsmann Hannes Rungger lieferten sich ein Kopf-an- Kopf-Rennen. Am Ende kam Gaiardo eine Minute früher ins Ziel und übergab an Markus Prantl.

Temperaturen über 30 Grad

Beim Paragleiten gab es, trotz Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad, die ersten Probleme. Die Westwinde trieben die Paragleiter zu weit vom Ziel ab. Das bedeutete Strafrunden laufen – mit unhandlichem Schirm. Mit hochrotem Kopf liefen aber alle heil ins Ziel ein und übergaben den Kajak-Fahrern die Verantwortung.

Mit dem Kajak mussten die Sportler über eine Rampe vier Meter in die Bregenzerache springen. Dort überwanden sie Stromschnellen und einen Wasserfall. Viele Sportler beklagten sich über zu wenig Wasser in der Ach, „zum Teil blieb ich stecken und musste mir mit den Armen behelfen“, erzählt Manuel Filzwieser vom Team „Rossignol“. Die Stadtwerke hatten eigentlich in den letzten Tagen die Ach extra für den Event geflutet. Der Bregenzerwälder Kajak-Fahrer Christian Moosbrugger war begeistert von der anspruchsvollen Strecke, hatte jedoch Mitleid mit seinen Mitstreitern: „Ich hoffe, die Mountainbiker kommen mit der Hitze klar.“ Die Temperaturen konnten den Ausnahme-Biker Hannes Pallhuber von Robotunits nicht beeindrucken. Er fuhr weit vor seiner Konkurrenz ins Ziel. Die Teams von „Rossignol“ und „OpavaNet/Internet BillBoard“ kämpften um den zweiten Platz. Letztlich konnte der Tscheche Jaroslav Kulhavy das Rennen für sich entscheiden. Er war bereits eine Woche vorher angereist und hatte die Strecke geübt, während sein Gegner erst einen Tag vorher ankam. „Er kannte die Strecke nicht und bremste dort, wo Kulhavy schnell fuhr. Wer bremst, verliert“, sagt der Teamkollege Filzwieser und lacht.

 

 

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