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Hitze facht Waldbrand in Colorado weiter an

Der riesige Wald- und Buschbrand im US-Bundesstaat Colorado droht erneut aus Kontrolle zu geraten. Brütende Hitze und Winde begünstigen die Ausbreitung.

Die Ausbreitung der Flammen zwischen Colorado Springs und Denver wurde am Dienstag durch brütende Hitze, niedrige Luftfeuchtigkeit und auffrischende Winde begünstigt, berichteten die Behörden. An der Ostflanke des Feuers wurden 1.000 Menschen aufgefordert, sich auf die Evakuierung vorzubereiten. Die Temperaturen stiegen am Dienstag auf 32 Grad Celsius, die Luftfeuchtigkeit lag bei 20 Prozent.

An mehreren Stellen übersprangen die Flammen Schneisen, die die Feuerwehr am Wochenende gelegt hatte, um die Ausbreitung zu verhindern. Bei kühlen Temperaturen und mit mehr als 2 000 Helfern hatten sie das Feuer fast zur Hälfte unter Kontrolle gebracht. „Es könnte sehr gefährlich werden. Wir rufen alle Bewohner auf, die Nachrichten zu verfolgen und aufzupassen“, sagte Feuerwehrsprecher Joe Colwell. Insgesamt kampieren bereits gut 5.000 Menschen in Notunterkünften.

Der größte Wald- und Buschbrand in der Geschichte des US-Bundesstaates Colorado war vor neun Tagen wahrscheinlich von einer Försterin ausgelöst worden. Die 38-jährige, die in einem Nationalpark auf Patrouille war, um illegale Lagerfeuer zu unterbinden, zündete einen Brief an. Sie wurde festgenommen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihr bis zu 15 Jahre Haft und eine Strafe von einer halben Million US-Dollar (530.448 Euro). Das Feuer hatte bis Dienstag bereits 45.000 Hektar Land verbrannt. Insgesamt gab es in elf US-Bundesstaaten 20 Waldbrände. Neben Colorado war vor allem Kalifornien betroffen.

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