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Hit-Kopplung zum 75. Geburtstag von Elvis Presley

Elvis Presley wäre am 8. Jänner 75 Jahre geworden. Zu diesem Anlass veröffentlicht Sony eine Hit-Kopplung mit dem Titel "The King".
Elvis Presley - The King of Rock'n'Roll

Eigentlich handelt es sich um eine überarbeitete Version der bereits 2007 herausgebrachten gleichnamigen Zusammenstellung, vorgenommen nach einer Online-Wahl.

Nun kommt eine dritte CD als Bonus für die “Austrian Limited Edition” dazu, die Anzahl der Hits erhöht sich auf – passend – 75.”

Das war Elvis Presley

“Ich singe alles – und klinge wie kein anderer!”
Elvis Aaron Presley

Der junge Mann hatte gute Manieren, war höflich und schüchtern. Er zahlte im „Memphis Recording Studio“ 8,25 Dollar dafür, mit der 1953 als professionell geltenden Studiotechnik zwei Lieder auf Celluloseacetat aufzunehmen: Elvis Presley sang „My Happiness“ und „Thats When Your Heartaches Begin“ und erklärte der freundlich interessierten Marion Kreisker, Assistentin von Studiobesitzer Sam Phillips: „Ich singe alles“. Selbstbewusst fügte er hinzu: „Ich klinge wie kein anderer.“ Die beiden Sätze bringen die Karriere von Presley auf den Punkt: Sobald Elvis einen Plattenvertrag in der Tasche hatte und professionell Musik machen konnte, suchte er seine Lieder nach einer gewissen Intensität, nicht aber nach Genregrenzen aus. Presley sang Blues, Country, Gospel, Rock, Swing; selbst arienhafte Lieder klangen bei ihm souverän. Kreisker notierte 1953: „Guter Balladensänger, merken!“, und Presley verabschiedete sich mit seinem Acetat – das war eine Art als Schallplatte abspielbares Muster, ein Vorprodukt.

Der Durchbruch
Sam Phillips war damals schon auf der Suche nach einem weißen Musiker, der den Blues und Soul der Schwarzen singen konnte, ohne sie einfach nur zu imitieren. Aber erst am 5. Juli 1954 sollte er Presley selbst in seinem Studio kennenlernen. Der künftige Superstar hatte bis dahin tagsüber als Lkw-Fahrer gejobbt und verdiente sich mit Live-Auftritten etwas dazu. Nun war er mit Gitarrist Scotty Moore und Bassist Bill Black zu seiner ersten richtigen Aufnahmesession im Studio. Der Funke sprang nicht sofort über, das Trio quälte sich durch eine Ballade, ohne dass wirklich etwas passierte. Dann sang Presley mehr zum Spaß „Thats Allright Mama“, und auf einmal ging alles wie von selbst: Presley, Moore und Black nahmen mal eben den ersten Rockabilly-Song der Geschichte auf. Phillips brachte es auf seinem Sun-Label als Single heraus, die B-Seite wurde „Blue Moon of Kentucky“. Große Plattenfirmen wurden auf Elvis aufmerksam, RCA kaufte Presley aus seinem Vertrag bei Sun Records – für 40.000 Dollar. Ende 1955 wurde Colonel Tom Parker Presleys Manager, 1956 kam mit „Heartbreak Hotel“ der Durchbruch.

Rebellion durch Hüftschwung
Presley ließ mit seinen Liedern und mit ein paar Hüftschwüngen die spießige Fassade der Nachkriegsgesellschaft einstürzen. „Teddy Bear“ und „Jailhouse Rock“ – die Bewegungen von „Elvis the Pelvis“ galten für Sitte und Moral als so gefährlich, dass Fernsehsender den Sänger nur noch von der Hüfte aufwärts zeigten. Die Presse sah in ihm einen Jugendverderber und fachte die Rebellion der Jungen nur weiter an. Presley begann eine Karriere als Schauspieler, Filme und deren Soundtrack-Alben machten in den Kinos und Plattenläden gleich zweimal Kasse. Als er 1958 zum Militärdienst eingezogen wurde, sich weder drückte noch seinen Starstatus für einen angenehmeren Dienst als bei einer Heereseinheit im hessischen Friedberg ausnutzte, wandelte sich das Bild: Elvis wurde der All-American Star. Nach der Militärzeit wurde Presley unter Parkers Management in Dutzenden Filmen verschlissen. Die Umsätze stimmten, die künstlerische Qualität nicht – und Presley wusste das.

Er wirkte zwischen 1960 und 1969 in 27 Filmen mit, am Ende der Dekade war ihm klar, dass er so weder weitermachen konnte noch wollte. 1968 dann das Comeback des Sängers. Mit „In The Ghetto“ hatte er kurz darauf wieder einen internationalen Hit. Presleys Shows – unter anderem in Las Vegas – wurden legendär wie die glitzernden „Jumpsuits“ des „Kings“. In den 70ern brachte er es auf bis zu 150 Konzerte im Jahr. Doch im Privatleben Presleys kriselte es: 1973 wurde seine Ehe mit Priscilla geschieden, die er 1959 in Deutschland kennengelernt hatte und mit der er seit 1967 verheiratet war (gemeinsame Tochter Lisa Marie). Er war von Medikamenten abhängig und übergewichtig; der „King“ wurde zu seiner eigenen Karikatur. Am 16. August 1977 wurde er leblos im Badezimmer in seinem Haus in Memphis aufgefunden: Er wurde nur 42 Jahre alt.

 

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