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Historisches Spiel: Erster Sieg gegen Deutschland seit 32 Jahren!

Die Freude beim ÖFB-Team ist groß.
Die Freude beim ÖFB-Team ist groß. ©GEPA
Österreichs Fußball-Teamchef Franco Foda ist nach dem historischen 2:1-Sieg gegen Weltmeister Deutschland am Samstagabend in Klagenfurt um Bodenhaftung bemüht gewesen.

“Wir sollten jetzt nicht durchdrehen”, warnte der Deutsche nach dem siebenten ÖFB-Sieg in Serie, dem ersten gegen Deutschland seit 32 Jahren.Klagenfurt. “Es ist ein schöner Moment. Aber wir müssen bodenständig bleiben, demütig bleiben”, sagte Foda. “Der Fußball ist schnelllebig.” Bei seinen Spielern macht er sich diesbezüglich keine Sorgen. “Die Jungs sind klar im Kopf.” Der Fokus liegt auf den nächsten Aufgaben. Es geht darum, auch in der im Herbst beginnenden Nations League und in der folgenden EM-Qualifikation erfolgreich zu sein.

“Was die Jungs gemacht haben, war Wahnsinn”

“Es gibt schon Vertrauen, dass, wenn man wenig Fehler macht, wenn man als Mannschaft zusammenspielt, wenn man kompakt steht, auch gegen so eine Topmannschaft an einem Tag einiges möglich ist”, meinte Foda. All diese Tugenden legte seine Mannschaft gegen Deutschland an den Tag – zumindest nach der Pause. “Die zweite Halbzeit war unglaublich. Was die Jungs spielerisch, läuferisch und taktisch gemacht haben, war Wahnsinn. Man sieht, wenn man Stress auf den Gegner ausübt, dass er dann auch Fehler macht.”

Franco Foda
Franco Foda ©GEPA

Sein Kapitän sah das ähnlich. “In der zweiten Halbzeit war es nah an einem Spiel, wie es ausschauen soll”, sagte Julian Baumgartlinger. Die sonst so ballsicheren Deutschen so unter Druck setzen zu können, mache ihn stolz – und das in einer keineswegs einfachen Situation nach einem wegen Starkregens um fast 1:45 Stunden verzögerten Beginn. Beim Warten in der Kabine bekamen die Spieler Suppe. “Wir wollten unbedingt spielen”, betonte Foda.

Erster Sieg seit 1986

Als Belohnung gab es den ersten ÖFB-Sieg gegen Deutschland seit 1986. Dazu wurden die längste Siegesserie und der beste Teamchef-Start (5 Siege) der Verbandsgeschichte eingestellt – für Foda alles “Nebengeräusche”. “Für mich ist wichtig, wie die Mannschaft Fußball spielt”, betonte der 52-Jährige. Sie tat es diesmal außergewöhnlich gut. “Wir haben extrem viel Aufwand betrieben”, erklärte Baumgartlinger.

Nächsten Sonntag (10. Juni) wartet mit Rekordweltmeister Brasilien in Wien der nächste Prüfstein. “Das wird nicht weniger anstrengend”, meinte der ÖFB-Kapitän. Auf die Spieler warten nun drei freie Tage, ehe man sich ab Mittwoch in Bad Tatzmannsdorf auf Brasilien vorbereitet. “Dann wollen wir uns in Wien vor einem vollen Stadion auch noch einmal von der besten Seite präsentieren”, sagte Foda. “Vielleicht können wir noch so eine Leistung abrufen.”

Arnautovic sieht rosige Zukunft für ÖFB-Team

Marko Arnautovic hat nach der eindrucksvoll absolvierten Bewährungsprobe gegen Weltmeister Deutschland (2:1) für die Zukunft der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft ein gutes Gefühl. Auf dem Level der Deutschen sei man zwar trotz des Sieges am Samstagabend in Klagenfurt noch nicht. “Aber wir sind auf einem guten Weg”, meinte Arnautovic. “Wir sind am Reifen.”

Klagenfurt. Fünf Siege hat die ÖFB-Auswahl in fünf Spielen unter Teamchef Franco Foda geholt. “Wir können trotzdem noch sehr viel an uns arbeiten”, sagte Arnautovic. “Aber wenn wir so weitermachen, denke ich, werden die nächsten Turniere gut ausschauen für uns.” Die EM-Teilnahme 2020 ist das erklärte Ziel.

Den Erfolg gegen Deutschland will sich der 29-Jährige nicht kleinreden lassen. “Es gibt Leute, die sagen, Deutschland hat nicht mit der ersten Elf gespielt, die sagen, die Deutschen haben vielleicht nicht mit 100 Prozent gespielt, die wollen sich nicht verletzten. Aber es sind trotzdem die Deutschen”, betonte Arnautovic. “Trotzdem sind Spieler am Platz gestanden, die Weltklasse-Niveau spielen.”

Österreich setzte ihnen vor allem in der zweiten Hälfte mit Pressing zu. “Ich glaube, dass Deutschland trotzdem immer noch Favorit ist bei der WM”, meinte Arnautovic. Der West-Ham-Stürmer war vor dem Spiel wegen eines am Mittwoch gegen Russland (1:0) erlittenen Schlages auf das Schienbein fraglich gewesen. Er spielte trotz Tabletteneinnahme unter Schmerzen und bekam neuerlich etwas ab. “Ich kann mit Schmerzen umgehen”, versicherte der Wiener.

(APA)

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