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Hirscher über seine Erfolge und die Missbrauchsvorwürfe im ÖSV

Der zweifache Olympia-Sieger Marcel Hirscher spricht im ZIB 2-Interview über seinen Erfolg bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang und die aktuellen Missbrauchsvorwürfe im Skisport.
ÖOC-Medaillenempfang in Salzburg
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Vor allem seine Gelassenheit ist ein Teil seines Geheimrezeptes. Aber er übt auch Kritik an den Spielen im asiatischen Raum, denn dort würde in der Bevölkerung teilweise das Interesse an den Bewerben fehlen.

Marcel Hirscher, der bei den Olympischen Winterspielen 2018 Gold gewonnen hat, äußert sich in der ZIB 2 zu den aktuellen Missbrauchsvorwürfen im Skisport.

Hirscher als Medaillensammler
Hirscher als Medaillensammler ©APA

“Frostiger” Empfang für Medaillengewinner in Salzburg

Die österreichischen Medaillengewinner von Pyeongchang sind am Dienstagabend am Kapitelplatz in der Salzburger Altstadt offiziell empfangen worden. Bei Temperaturen, die nur knapp an der Minus-Zehn-Grad-Celsius-Grenze kratzten, versammelten sich rund 500 warmgekleidete oder hartgesottene Fans, um die erfolgreichen Wintersportler zu feiern. Als Prämie gab es für die Athleten Goldmünzen.

“Wir sind sehr, sehr zufrieden”, bilanzierte Peter Mennel, Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (OÖC) nach fünf Mal Gold, drei Mal Silber und sechs Mal Bronze. Er bedankte sich auch bei den Trainern, Betreuern und Helfern der Sportler. ÖOC-Präsident Karl Stoss selbst war nicht nach Salzburg gekommen. Er weilt noch in Asien und wird nach ein paar Tagen Urlaub in Thailand zurück nach Südkorea zu den Paralympics reisen, die am 9. März beginnen.

Das ÖOC überreichte den Medaillengewinnern – bis auf die erkrankten Skifahrer Manuel Feller und Michael Matt waren alle erfolgreichen Athleten gekommen – eine Prämie in Form von Gold-Philharmonikern: Für Bronze gab es Münzen im Wert von 11.000 Euro, für Silber im Wert von 13.000 Euro und für Gold im Wert von 17.000 Euro. Weil einige Medaillen auf Zweier- und Teambewerbe fielen, schüttete das ÖOC nach den Spielen damit insgesamt 334.000 Euro an Belohnung aus.

Justizminister vertrat Strache

Sportminister Heinz-Christian Strache (FPÖ) ließ sich am Dienstag krankheitsbedingt von ÖVP-Justizminister Josef Moser vertreten. Der lobte zunächst jene Medaillengewinner, die sich wie Marcel Hirscher, Anna Veith oder Dominik Landertinger nicht von Verletzungen haben stoppen lassen. “So viele Medaillen sind fantastisch. Die Sportler verdienen es, dass wir ihnen zeigen, wie stark wir hinter ihnen stehen.” Das offizielle Salzburg war durch Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) vertreten, der im Vorfeld der Ehrung auf den Werbewert des Olympiaevents für das Land und die Bewerbung Salzburgs für die Ski-Weltmeisterschaften 2023 in Saalbach-Hinterglemm verwies.

Schröcksnadel zieht gemischte Bilanz

Eine etwas gemischte Bilanz zog ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. “Zufrieden sind wir nie. Die Leistung war gut, aber mit Glück hätten wir mehr Medaillen machen können. Die Skispringer und die Snowboarder haben dieses Mal ausgelassen – mit Ausnahme der Anna Gasser.”

Österreichs Medaillengewinner
Österreichs Medaillengewinner ©APA

Die Big-Air-Siegerin, übrigens die einzige weibliche heimische Gold-Medaillengewinnerin dieser Spiele, war auch für den am Dienstag in Monaco vergebenen “Laureus World Sport Award” nominiert. Sie gab dem Termin in Salzburg aber den Vorzug. “Daheim ist daheim. Olympiasieger wird man nur ein Mal.” Gasser meinte allerdings schon vor der Verleihung, dass sie nicht mit dem Preis rechne – und ging in der Kategorie “Action Sport” dann auch leer aus.

Nicht alle Gewinner wurden übrigens so frenetisch gefeiert, wie erhofft. “Super Papa”, habe sein Kind zu ihm gesagt, meinte Rodel-Doppelsitzer und Silber-Medaillengewinner Peter Penz. Und habe dann ein “Aber was spielen wir jetzt” nachgeschoben. Und Kombinierer Bernhard Gruber (Bronze im Teambewerb) gestand beim Empfang, bei der Medaillenfeier im “Austria Haus” mit seiner Gitarre wild gerockt zu haben. “Da hab ich mehr geschwitzt als beim Langlaufen.”

Silber strahlt für Veith wie Gold

Seine Bronze-Medaille genoss auch Biathlet Dominik Landertinger. Nach einer Bandscheiben-OP im September bestritt er erst im Jänner wieder seine ersten Weltcup-Rennen. “Das ist eine besondere Medaille. Die habe ich mir schwer verdienen müssen. Wenn man super im Saft steht, ist es auch nicht einfach. Aber dass es jetzt aufgeht, ist schon ein Wahnsinn.”

Die Salzburgerin Anna Veith dürfte indes den “Verlust” der Goldenen gut verdaut haben. “Wenn das Ergebnis so knapp ist, denkt man natürlich: Hätti, wari, tati. Die eine Hundertstelsekunde kommt einem immer wieder einmal in den Kopf. Aber dann denkt man zurück an die schlechten Zeiten und die Medaille strahlt wie Gold.”

Und ein ausgeschlafener Doppel-Olympiasieger Marcel Hirscher meinte, nach einigen Ruhetagen nun wieder ins Training einzusteigen. Er werde alles versuchen, den Gesamtweltcup zum siebenten Mal in Folge zu gewinnen. “Ich fühle mich gut. Bisher habe ich mir immer gesagt: Entweder Gesamtweltcup oder Olympische Medaillen – nun hoffe ich, dass beides gelingt.”

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