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Hirscher: Eine Karriere zwischen den Slalomstangen

Marcel Hirscher (30) - Gibt er heute seinen Rücktritt bekannt?
Marcel Hirscher (30) - Gibt er heute seinen Rücktritt bekannt? ©APA/KEYSTONE
Marcel Hirscher (30) könnte heute Abend (20:15 Uhr) auf einer Pressekonferenz mit dem Titel "Rückblick, Einblick, Ausblick" seinen Rücktritt erklären.
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Marcel Hirscher steht ganz oben. Es ist still hier. Die Menge sieht er noch nicht. Die begleitende Kamera blendet er aus, er kennt das Gefühl. Noch einmal durchschnaufen. Dann geht´s los. Mittwoch Abend (20:15 Uhr) verkündet der Spitzensportler vermutlich seinen Rücktritt, und im Prinzip ist es wie auf der Piste: Eine Veranstaltung, zu der sich jeder äußert, für die Programme verschoben werden, und die globale Presse wartet auf ihn.

Mit ihm auf der Piste

Seine Karriere verläuft steil, er lässt die Slalomstangen stehen, fährt geradewegs aufs Podest der ganz großen österreichischen Sportler. In den letzten Tagen haben sich Fußballer, Kollegen und Prominente zu ihm geäußert, auf Twitter finden sich Verschwörungstheorien, und am Arbeitsplatz beißt man in den Schinkensemmel und fragt einander kauend: Tritt er zurück?

Jahrelang ging man auf die Piste mit ihm, das verbindet. Vor dem Fernseher legte man sich mit in die Kurven, überwand Hindernisse, und der Puls stieg, wenn die roten Punkte aus dem Weiß ragten, fahnenschwenkende Fans, jubelnd und vom Erfolg verwöhnt. Inzwischen ist der 30-Jährige zweifacher Olympiasieger und gewann achtmal den Gesamt-Weltcup. In seinem Trophäenschrank glitzern sieben Gold- und vier Silbermedaillen bei alpinen Weltmeisterschaften und mehrere Kristallkugeln in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom.

Kind zweier Skilehrer

Als Kind zweier Skilehrer wird ihm das Talent in die Wiege gelegt. Er wächst in Annaberg bei Salzburg auf, seine niederländische Mutter Sylvia erzieht ihn zweisprachig. Früh beginnt er das Training mit seinem Vater und arbeitet hart an seiner Technik. Im Jahr 2004 räumt er erste Preise ab, drei Jahre später gewinnt er die österreichische Jugendmeisterschaft im Slalom, zwischendurch schließt er seine Ausbildung als bester Absolvent an der Skihotelfachschule ab – und alles weitere ist: Geschichte.

„Blau und Rot nicht das Wichtigste“

Die Siege auf dem Schnee füllten den Trophäenschrank und legten sich auf seine Schultern: „Diese Erwartungen, die alle an mich haben, da denke ich mir oft: Ihr habt keine Ahnung, was es bedeutet, ein Skirennen zu fahren“, sagte er bereits vor fünf Jahren dem „Spiegel“. Seither fragte man sich immer mal wieder, wie lange er noch fahren wird – und heute ist wieder so ein Tag. Inzwischen ist er selbst Vater geworden. Das habe ihm gezeigt, dass „Blau und Rot nicht das Wichtigste ist“ und spielte damit auf die Farben der Slalom-Torstangen an - die ihn während seiner beeindruckenden Karriere nicht aufgehalten haben.

(Red.)

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