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Hirschbühl muss in Schladming "eine Bombe starten"

Noch ist der Traum von Olympia für Christian Hirschbühl nicht ganz ausgeträumt.
Noch ist der Traum von Olympia für Christian Hirschbühl nicht ganz ausgeträumt. ©APA/AFP
Der Lauteracher Weltcup-Rennläufer Christian Hirschbühl hat noch eine Chance auf den Olympia-Slalom. Allerdings nur eine kleine.
Christian Hirschbühl in Action
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ÖSV-Läufer Marco Schwarz hat seine Nominierung für die Olympischen Spiele 2018 in der Tasche. Noch nicht fix ist, welche Disziplin(en) der Kärntner in Südkorea bestreiten wird. Für den Slalom sei neben ihm auch Christian Hirschbühl weiter ein Kandidat, bestätigte Technik-Cheftrainer Marko Pfeifer am Montag. Der Vorarlberger müsse beim Schladminger Nightrace am Dienstag aber “eine Bombe starten”.

Ausfälle schmerzen Hirschbühl besonders

Hirschbühl war am Sonntag beim Slalom in Kitzbühel drauf und dran, im zweiten Durchgang eine Topzeit hinzulegen, schied jedoch im Schlussabschnitt durch einen Fehler aus. “Man braucht nur die Teilzeiten anschauen, er war quasi auf Bestzeit unterwegs”, erklärte Pfeifer. Schon in der Woche davor im Wengen-Slalom war sein Schützling mit hoffnungsvoller Zwischenzeit ausgeschieden.

“Wengen und Kitzbühel – die zwei Ausfälle waren halt dramatisch schlecht. Du lässt Punkte liegen, du lässt Ergebnisse liegen, du hast nichts auf dem Papier stehen”, sagte Pfeifer. “Jetzt muss er morgen eine Bombe starten. Mental musst du stark sein, dass du genau morgen ablieferst.”

Hirschbühl will sich mit der Olympia-Nominierung nicht beschäftigen. “Ich habe mir das anders vorgestellt, weil das einfach zwei Hänge sind, die mir extrem entgegenkommen. Ich habe auch gesehen, dass ich schnell bin. Aber was bringt es einem, wenn man kein Resultat hat?”, fragte sich der Vorarlberger. “Das ist für mich momentan in weite Ferne gerückt. Aber nichtsdestotrotz werde ich alles daran setzen, dass ich vielleicht doch auf den Zug aufspringen kann.”

Schwarz gegen Hirschbühl um Slalom-Ticket

Auch Schwarz betrieb mit Platz 16 am Sonntag in Kitzbühel keine Werbung in eigener Sache. Dementsprechend “angefressen” verließ er fast in Rekordzeit den Zielbereich am Ganslernhang. “Weil ich die Chance nicht genutzt habe. Wenn man da voll attackiert, ist sehr viel möglich. Das habe ich leider nicht gemacht”, übte sich der erst 22-Jährige in Selbstkritik. Auf der vorläufigen Liste der Olympia-Teilnehmer schien am Montag trotzdem sein Name auf.

Schwarz hat sogar gute Chancen auf Startplätze in der Olympischen Kombination und im Slalom. “Sicher, beim Olympia-Slalom wäre ich absolut gerne dabei, das ist noch nicht ganz fix. Aber ich will da morgen wieder einmal Gas geben, den Kopf ein bisschen ausschalten und mit Freude fahren”, betonte er. Ziel ist ein Top-Ten-Resultat. “Das ist nicht ganz leicht auf dem Hang. Da muss man echt von oben bis nach unten attackieren, sonst ist man nicht dabei, und das versuche ich morgen.”

Der Niederösterreicher Marc Digruber, in Kitzbühel 19., hat nur noch eine minimale Chance auf ein Olympia-Ticket. “Da müsste schon etwas außerordentlich Spezielles passieren, ein Podium etwa”, stellte Pfeifer klar. “Es geht ja dann um Startnummern auch. Du willst ja doch Leute mitnehmen, die in den Top 15 sind. Zurzeit hast du Feller, Matt und Hirscher drinnen, dann ist Schwarz am nächsten, weil Hirschbühl Punkte liegen hat lassen.”

Eis oder nicht Eis – Das ist die Frage

Auch der ÖSV-Coach registrierte, dass besonders eine Skifirma mit den Bedingungen am Sonntag sehr gut zurechtkam. Deren Erzeugnisse zauberten unter anderem Sieger Henrik Kristoffersen, Michael Matt und im zweiten Lauf auch Hirschbühl auf weichem Schnee einen enormen Speed auf die Beine. “Es gibt so Verhältnisse, wenn es in die Richtung Eis geht, da sind dann andere Marken wieder stärker”, meinte der Kärntner.

Im Moment sei die Pistenbeschaffenheit ein entscheidendes Thema im Slalom. “Wie sind die Bedingungen und wie bringst du das Setup hin? Skifahren können viele gut. Aber wenn das grob fehlt, dann tust du dir für ganz vorne schwer”, analysierte Pfeifer.

Hirschbühl zeigte sich in dieser Hinsicht zufrieden. “Gestern im zweiten Durchgang war ich lockerer, weil ich beim Setup was gefunden habe, das mir extrem entgegenkommt”, sagte der Lauteracher. “Es war etwas weniger Aggressivität drinnen, sodass mich der Ski ein bisserl mehr zum Tor hinlässt. Wenn es morgen ähnlich sein wird, werde ich sicher auf etwas Ähnliches zurückgreifen.”

Auf die “Nacht der Nächte” in Schladming freue er sich besonders. “Was will man als Skisportler mehr? Es ist ein Heimrennen, 45.000 Zuschauer, jeder feuert dich an. Man will dann einfach nur raus aus der Hütte und zeigen, was man kann.”

(APA)

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