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Hinweise auf Chemiewaffeneinsatz und neue Kämpfe in Syrien

Offensive von Rebellen in der Provinz Hama
Offensive von Rebellen in der Provinz Hama ©APA (AFP)
Das US-Außenministerium prüft nach eigenen Angaben Hinweise auf einen möglichen Chemiewaffeneinsatz der syrischen Führung vor wenigen Tagen. Das Ministerium teilte am Dienstagabend (Ortszeit) mit, es gebe Anzeichen, dass die Kräfte des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad bei einer Attacke am vergangenen Sonntag im Nordwesten des Landes Chemiewaffen eingesetzt hätten.

Den Hinweisen werde nachgegangen. Demnach könnten die Chemiekampfstoffe während der Offensive in der von Jihadisten kontrollierten Region Idlib zum Einsatz gekommen sein. “Wir sammeln noch Informationen zu diesem Vorfall, aber wir wiederholen unsere Warnung, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten schnell und in angemessener Weise reagieren werden, falls das Assad-Regime Chemiewaffen benutzt”, erklärte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Morgan Ortagus.

Fakten eindeutig

Das Außenministerium warf Russland und der syrischen Regierung eine anhaltende Desinformationskampagne vor. Diese habe das Ziel, andere für Chemiewaffeneinsätze verantwortlich zumachen. Die Fakten seien aber eindeutig, die Regierung von Bashar al-Assad sei für fast alle bestätigten Chemiewaffenangriffe verantwortlich. US-Präsident Donald Trump und seine Regierung hatten Assad in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Fall eines Einsatzes von Chemiewaffen mit schwerwiegenden Konsequenzen gedroht.

In Syrien gibt es immer wieder Berichte über mutmaßliche Giftgasangriffe, bei denen häufig auch Zivilisten sterben. Anfang vergangenen Jahres hatte ein Bericht des UN-Hochkommissars für Menschenrechte 34 solcher Angriffe im Syrien-Krieg aufgelistet, die eindeutig nachweisbar seien. Auch die UN-Institution machte die Assad-Regierung für den Großteil der Angriffe verantwortlich.

Giftgas Sarin

Für einen Angriff mit dem Giftgas Sarin auf das Dorf Khan Sheikhun im April 2017 mit mehr als 80 Toten hatte die UNO die Regierungstruppen verantwortlich gemacht. Auch für einen Chemiewaffenangriff in der früheren Rebellenbastion Ost-Ghouta im April diesen Jahres, bei dem mehr als 40 Menschen getötet wurden, machten westliche Staaten die Regierung verantwortlich. Die USA, Frankreich und Großbritannien flogen daraufhin Vergeltungsangriffe auf Chemiewaffenanlagen in Syrien. Syrien und Russland wiesen solche Vorwürfe stets zurück. Damaskus gibt an, seit einem Abkommen von 2013 über keine Chemiewaffen mehr zu verfügen.

Syrische Rebellen läuteten unterdessen Aktivisten zufolge eine breit angelegte Gegenoffensive ein, um die an Regierungstruppen verlorenen Gebiete im Nordwesten des Landes zurückzuerobern. Die Angreifer hätten ihre Attacke in der Provinz Hama am Dienstagabend mit einem Selbstmordattentat begonnen und Gefechte mit den Streitkräften geliefert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Rebellen mit Panzern

Bei den Kämpfen um die Vormachtstellung in dem Ort Kfar Nabude seien 26 Soldaten und 18 Rebellen getötet worden. Von Aktivisten veröffentlichte Fotos zeigen Rebellen mit Panzern und Mörserattacken auf Stellungen der Armee.

Zusammen mit ihrem Verbündeten Russland – und unterstützt durch Luftangriffe – hatten die Truppen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad den Rebellen zuletzt Einflussgebiete in Hama und der Provinz Idlib abgerungen. Der Beobachtungsstelle zufolge fielen mehr als ein Dutzend Dörfer und Kleinstädte an die Armee.

Allein in Idlib leben nach UN-Angaben rund drei Millionen Menschen. Die Provinz ist die letzte in Syrien, die noch größtenteils unter Kontrolle überwiegend islamistischer Rebellengruppen steht.

(APA/dpa/ag.)

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