Hilfsorganisationen setzen auf Spenden via SMS

Österreichs Hilfsorganisationen setzen seit geraumer Zeit auf Spenden via SMS. Damit möchte man neue Zielgruppen ansprechen und mit den Spendern über das Handy in Kontakt treten.

Analysen hätten gezeigt, dass vor allem 25- bis 35-Jährige für SMS-Spenden zugänglich sind, sagte Andreas Plöckinger von Ärzte ohne Grenzen am Mittwoch in Wien. Der Hintergrund: Der Großteil der heimischen Spender ist über 55 Jahre alt. Außerdem bekommen Hilfsorganisationen die Krise zu spüren und müssen mit weniger Unterstützung, vor allem von Firmen, rechnen. Diese Firmenspenden – die Rede ist von Beträgen zwischen 5.000 und 100.000 Euro – sind 2009 alleine bei Ärzte ohne Grenzen um 30 Prozent gesunken.

Weniger verändert habe sich hingegen das Verhalten der privaten Spender, sagte Plöckinger. Die durchschnittliche Spendenhöhe liege derzeit bei 67 Euro, wobei Frauen spendabler als Männer sind. 40 Prozent der Gelder an die Hilfsorganisation kommen über Zahlscheine, gefolgt von regelmäßigen Spenden über Daueraufträge. Auf Einnahmen via SMS setzen inzwischen auch die Caritas, der WWF oder Greenpeace.

Eine SMS-Spende funktioniert ähnlich einer Online-Überweisung: Man schickt eine SMS mit Angabe eines Betrages bis maximal 70 Euro an 0664 660 1000 (Ärzte ohne Grenzen), der Absender bekommt kurz darauf ein Bestätigungs-SMS zurück, auf das mit “Ja” geantwortet werden muss. Etwa 95,4 Prozent des Betrages kommen tatsächlich bei der Organisation an, der Rest entfällt auf Abwicklungskosten für den Betreiber und Transaktionskosten für den Plattform-Anbieter.

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