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Hilfe ins rechte Bild gerückt

Schwarzach - Er bezeichnet sich selbst als Filmemacher aus Leidenschaft. Und das ist Niko Mylonas wohl auch. Denn nicht nur Bankkonto und Bilanzen zählen bei ihm.

Wenn es einer guten Sache dient, opfert der gebürtige Grieche schon auch einmal seinen Urlaub, um die Tätigkeit von Hilfsprojekten ins rechte Bild zu rücken. Im Cubus in Wolfurt hat morgen sein neuester Film „Schulen für Fan“ Premiere.

Der Streifen erzählt die Geschichte der von Paul Wohlgenannt gegründeten Aktion „Schüler helfen Schülern“, die sich seit 1995 in der nordalbanischen Region mit dem Bau und der Renovierung von Schulen um bessere Bildungschancen für die Kinder dort bemüht. Bislang konnten elf desolate Schulen und fünf Kindergärten instand gesetzt werden. Niko Mylonas verliert über solche Initiativen nicht viele Worte. „Mir haben auch viele Leute geholfen“, sagt er. Und: „Ich bin halt einer, der schlecht nein sagen kann.“

Beruf und Hobby

Vor zehn Jahren hat er mit dieser Art von Unterstützung begonnen. Ein Kurzfilm über ein Projekt. Eine einzige Präsentation und dabei Geld gesammelt. „Beim ersten Mal kamen 30.000 Schilling für eine notleidende Familie in Vorarlberg zusammen“, erinnert sich der dreifache Vater heute noch an die Summe. Filmen als Beruf und Hobby. „Kann man damit auch helfen, ist das einfach super“, meint der kleine stämmige Mann lachend.

Geboren ist Niko Mylonas in einem kleinen griechischen Dorf. Dort entdeckte der Knabe das Kino. Und entflammte dafür. Wollte das Genre studieren. Doch die praktische Veranlagung seiner Eltern, die nach Vorarlberg kamen, als der Bub neun Jahre alt war, machte dem Freizeitcineasten einen Strich durch die Rechnung. Der Sohn sollte etwas „Gescheites lernen“. Der fügte sich, wurde Krankenpfleger, ließ das Filmgeschäft aber nie aus den Augen.

Mit Filmen bewegen

In Seminaren vertiefte Niko Mylonas seine Kenntnisse. Es begann, „zwangsläufig“, wie er schelmisch anmerkt, mit Operationsfilmen. Dann folgten Industriefilme für renommierte Firmen. Ehe er sich selbständig machte arbeitete der vielfach ausgezeichnete Feldkircher bei Omicron, die auch seine sozialen Ausflüge immer wieder unterstützte.

Reich wollte Niko Mylonas mit dieser Art von Film nie werden. Aber bewegen. Und das schaffte er. Zum Beispiel mit seinem Dokumentarfilm über Kinderarbeit in Brasilien. „Die Regierung wollte Geld streichen. Stattdessen hat sie Mittel freigemacht, um weitere 90.000 Kinder aus den Steinbrüchen herauszuholen“, erzählt Mylonas. Er lächelt dabei. Es kommt von Herzen.

ZUR PERSON

Geboren: 6. August 1955 in Griechenland
Wohnort: Feldkirch, verheiratet, drei Kinder
Beruf: Filmemacher
Hobbys: Filmen und Pizza backen

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