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Hilfe in der Notaufnahme: Vorarlberger engagiert sich in Ghana

©VOL.AT/Mayer, handout/Privat
Im Mai geht es für Elija Jenny aus dem Großen Walsertal nach Ghana: Der hauptberufliche Sanitäter wird sich dort in der Notaufnahme engagieren.
Ehrenamt in Ghana
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Elija Jenny (25) aus Sonntag im Großen Walsertal ist hauptberuflicher Notfallsanitäter beim Arbeitersamariterbund in Feldkirch. Ehrenamtlich ist er auch beim Roten Kreuz in Bludenz tätig. Doch damit nicht genug: 2019 war er ehrenamtlich in Ghana. Dort half er in der Notaufnahme des Krankenhauses "LEKMA Hospital" in der Hauptstadt Ghanas mit. "Ich bin durch eine Organisation aus Deutschland dazu gekommen", erklärt er.

Elija mit seinen Arbeitskollegen vor dem Spital in Accra. Bild: handout/Privat

Medizinische Versorgung in Ghana

Die medizinische Versorgung in Accra sei mit der in Österreich gar nicht zu vergleichen. "Sie haben da unten ein massives Material- und Personalproblem", so Jenny. "Es sind zum Beispiel regelmäßig die Seife oder die Handschuhe ausgegangen und auch der Defibrillator war regelmäßig kaputt." Besonders in Erinnerung geblieben ist dem jungen Sanitäter ein Gespräch mit dem Vater eines verstorbenen Patienten: "Interessant finde ich, wie die Leute unten mit dem Tod umgehen. Der Vater kam danach zu mir, hat mir in die Augen und ins Gesicht geschaut und sich bedankt, das wir alles für seinen Sohn gemacht haben", verdeutlicht er.

Der Vorarlberger half in der Notaufnahme mit. Bild: handout/Privat

Zwei Wochen im Mai

Er werde von Verwandten und Bekannten unterstützt. "Aber einen großen Support bekomme ich auch vom Samariterbund Feldkirch und vom Roten Kreuz", so Jenny. Bei der Sendung von Paketen mit Material werde er zudem von DHL Express in Weiler unterstützt. Auch Ende Mai wird er wieder nach Westafrika gehen. "Es ist das gleiche Spital und die gleiche Notaufnahme", meint er. Aufgrund von Covid-19 sind leider nur zwei Wochen möglich. Bei der Ankunft wird er sich am Flughafen einem Covid-Schnelltest unterziehen müssen, um einreisen zu dürfen. Wie vor Ort mit der Pandemie umgegangen werde, werde er dann sehen. Elija Jenny plant Materialverteilungen, will Schulungen vorbereiten und wieder im Krankenhaus mithelfen.

(VOL.AT)

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