Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Hier verstaubt nichts, hier gedeiht alles

Bregenz - Sie nahm sich als Schriftstellerin die Freiheit, zur Freude ihres Lesepublikums erotische Aspekte im Leben von Antonio Vivaldi oder Johann Sebas­tian Bach "aufzudecken", wenn sie als Kritikerin agiert, ist Ulrike Längle stets so offen wie nur möglich.

„Freundlich sein und hintenherum dann etwas Böses schreiben, das war nie meines“, erläutert sie einen ihrer Grundsätze. Dass bestes Wissen dazuzählt, versteht sich von selbst und zeichnet die Literaturwissenschaftlerin, die als Mitglied vieler Jurys (darunter auch des Bachmann-Wettbewerbes) auch die Vergabe von Preisen mitbestimmte, aus. In die Öffentlichkeit getreten ist sie als sich der Felder-Verein (der sich um die Edition der Werke von Franz Michael Felder 1839–1869 sorgte) gemeinsam mit Felder-Forscher Walter Methlagl für die Errichtung eines Archivs stark machte.

Glückliche Phase

Im Jahr 1984 war es dann so weit, Felders Schriften und damit auch die Texte vieler bzw. mehr oder weniger aller Autoren in Vorarlberg hatten in der Kirchstraße 28 in Bregenz eine Heimat. Es war gerade eine „glückliche Phase“, in der sich im Land viel schriftstellerisches Potenzial entwickelte, blickt sie heute auf die Anfangsjahre zurück. Sie seien allerdings auch davon gekennzeichnet gewesen, dass man den kritischen Gedanken von Felder gerade in seiner Heimat, dem Bregenzerwald, noch skeptisch gegenüberstand oder sie schlicht und einfach nicht zur Kenntnis nahm. Mittlerweile ist das Werk Fel­ders ediert, gerade seine Auseinandersetzung mit sozialen Fragen ist dokumentiert, der Forschung zuzuführen wäre lediglich noch das rein literarische Werk. Stark machte sich das Fel­der-Archiv auch für Paula Ludwig (1900–1974). Inzwischen hat man den gesamten Nachlass der Vorarlberger Autorin und bildenden Künstlerin (die 1938 vor den Nazis nach Brasilien floh) im Besitz. Ein aktuelles Interessensfeld von Ulrike Längle sind bislang weniger bekannte Autoren im gesamten Bodenseeraum.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • VN-Menschen
  • Hier verstaubt nichts, hier gedeiht alles
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen