Die Ermittlungen zu dem Fall laufen auf Hochtouren.
Die Ermittlungen zu dem Fall laufen auf Hochtouren. ©Symbolfoto: VOL.AT/Paulitsch; Screenshot Video

Nach Video von Tierquälerei: Hetzjagd und Aufruf zur Selbstjustiz - Polizei warnt

Seit mehreren Tagen kursiert ein brutales Tierquäler-Video auf Vorarlberger Smartphones und mündete fast in einer Hetzjagd auf den jugendlichen "Katzenquäler". Mittlerweile hat er sich gestellt.

Ein Video, das VOL.AT zugespielt wurde, zeigt einen brutalen Fall von Tierquälerei in Vorarlberg auf: Ein Jugendlicher wird dabei gefilmt, wie er eine kleine Babykatze brutal durch die Luft wirft und von seinen vermeintlich angetrunkenen Freunden dazu auch noch animiert wird. "Mach' einfach. Mach' einfach", ist es immer wieder auf dem Video zu hören. Dazwischen höhnisches Gelächter. Der Fall sorgt in Vorarlberg für Entsetzen, das Video macht schon via Social Media die Runde. Wie die Polizei auf VOL.AT-Anfrage mitteilt, laufen die Ermittlungen.

Grausames Video

"Dieses arme Baby" schreibt jemand unter das grausame Video, auf dem zu sehen ist, wie das Babykätzchen einfach achtlos durch die Luft geworfen wird.

Auf einem Video ist zu sehen, wie ein Jugendlicher ein kleines Babykätzchen achtlos wegwirft.
©Screenshot/Video

Hinweise ausschließlich
an die Polizei

Währenddessen haben mehrere Jugendliche auf Social-Media-Kanälen aufgerufen, den Täter ausfindig zu mache. Die Folge war eine heftige Hetzjagd in ganz Österreich. Mehrere sensible Daten wurden veröffentlicht, wobei es sich dabei hauptsächlich um falsche Angaben gehandelt habe. Die Polizei verurteilt sowohl den Tatbestand der Tierquälerei aber auch die kollektive Jagd über soziale Netzwerke aufs Schärfste: "Die Polizei rät dringend von solchen Aufrufen ab", sagt Wolfgang Dür von der Landespolizeidirektion im VOL.AT-Gespräch. "Hinweise dürfen ausschließlich an die Polizei weitergegeben werden. Aufgrund von solchen Aufrufen kam es immer wieder vor, dass unschuldige Personen Probleme bekommen haben, weil falsche Informationen verbreitet wurden." Persönliche Details wie Name, Telefonnummer, Anschrift, Arbeitsplatz oder Kennzeichen dürfen deshalb niemals weitergegeben werden.

Die Polizei stellt klar: Selbstjustiz stellt ein Verbrechen dar und ist in Österreich verboten.
©Screenshot/Foto

Täter hat sich gestellt und
bereut die Aktion zutiefst

"Selbstjustiz ist in Österreich verboten und mit sensiblen Strafen verbunden! Auch Aufruf zur Hetzjagd gilt als ein Verbrechen und wird natürlich polizeilich verfolgt und von der Polizei zur Anzeige gebracht", mahnt Dür. Mittlerweile hat sich der Jugendliche bei der Polizei selbst gestellt und wird einvernommen. Der 16-jährige Unbescholtene bereue die "dumme" Aktion zutiefst und zeige sich voll geständig.

(VOL.AT)

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