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Herren-RTL mit Fragezeichen

Im Lager der Ski-Herren herrscht vor dem Riesentorlauf Spannung pur. Die zehnköpfige ÖSV-Truppe steht vor der ersten Standortbestimmung auf dem selektiven, steilen Rettenbachferner und vor einem Auftakt voller Fragezeichen.

„Die Karten werden neu gemischt“, brachte Herren-Chef Toni Giger die vielen Veränderungen in der Sommerpause auf den Punkt.

Benni Raich und Co. blicken dem Auftakt zuversichtlich entgegen. „Ein guter Start ist wichtig, er gibt Selbstvertrauen für die bevorstehende Saison“, so der Pitztaler, der auf dem Gletscher und im Gesamt-Weltcup zu den Topfavoriten zählt. Dass Sölden aber nicht viel mehr als ein erster Gradmesser ist, bestätigte auch ÖSV- Präsident Peter Schröcksnadel: „Sölden ist ein Maßstab, aber Sölden ist nicht alles. Wenn wir hier nicht siegen sollten, dann werden wir das eben später machen.“

Laut Technik-Coach Gert Ehn sind Benjamin Raich und Andreas Schifferer die derzeit formstärksten und konstantesten ÖSV- Riesentorläufer, für die drei Bestzeiten bei der ÖSV-internen Qualifikation am 13. Oktober auf dem Söldener Gletscher hatten Schifferer (zwei Mal) sowie Gesamt-Weltcup-Sieger Hermann Maier gesorgt.

Eine entscheidende Rolle wird in Sölden das Material spielen, in diesem Bereich steht man ÖSV-intern vor dem größten Fragezeichen. Denn Gruber ist einer von gleich vier ÖSV-RTL-Startern, die in der Sommerpause das Material gewechselt haben. Neben dem Schwazer, der von Atomic zu Salomon wechselte, wagten auch Hans Knauß (Atomic – Fischer), Mario Matt (Salomon – Fischer) und Andreas Schifferer (Atomic – Rossignol) so wie US-Boy Bode Miller den Schritt zu einem neuen Ausrüster.

Lediglich ein Sieg (Benni Raich am 3. Jänner 2004 in Flachau) war den ÖSV-RTL-Herren in der vergangenen Saison gelungen, vor allem bei unruhiger Piste und aggressivem Schnee hatte man große Probleme. „Ich hoffe, dass ich diesmal im Riesentorlauf öfter als ein Mal gewinne“, meinte Raich.

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