Heroin, Alkohol, Tabletten: Diese Stars starben den Drogentod

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AP, EPA ©Überdosis und Missbrauch: Die Liste der toten Stars ist lang.
New York. Der Missbrauch von Tabletten, Alkohol und Drogen hat beim Tod vieler Prominenter eine Rolle gespielt.

Vergangenen Sonntag wurde Hollywood-Star Philip Seymour Hoffman tot in seiner Wohnung in Manhattan (New York) aufgefunden. Der Schauspieler starb – ersten Meldungen zufolge – nach einer Überdosis Heroin. Der 46-Jährige hatte eine lange Vergangenheit mit Alkohol und Rauschgift. Durch seinen Drogentod reiht er sich in die lange Liste von Prominenten ein, die nach einer Überdosis oder dem Missbrauch von Medikamenten und Alkohol ihr Leben lassen mussten.

1. Whitney Houston (Sängerin)

Die Pop-Diva mit einer Herzerkrankung und Kokain im Blut ertrinkt im Februar 2012 in sehr heißem Badewasser. Neben einer offenen Sektflasche liegen laut Untersuchungsbericht auch Dutzende Fläschchen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in dem Hotelzimmer.

2. Amy Winehouse (Sängerin)

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Amy Winehouse: Die Sängerin stirbt im Juli 2011 in London an einer Alkoholvergiftung. Am Tag ihres Todes hatte sie laut Untersuchungsbericht 4,16 Promille im Blut. In ihrem Zimmer finden Polizisten drei leere Wodka-Flaschen.

3. Brad Renfro (Schauspieler)

Brad Renfro: Die amtlich festgestellte Todesursache im Januar 2008 ist eine Überdosis Heroin. Der US-Schauspieler wurde als Zwölfjähriger durch den Film “Der Klient” bekannt. Seine Karriere wurde immer wieder von Straftaten und Drogenkonsum überschattet.

4. Heath Ledger (Schauspieler)

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Heath Ledger: Der Oscar-Preisträger stirbt überraschend im Januar 2008 an einer versehentlich eingenommenen toxischen Kombination von Arzneimitteln. Neben der Leiche des Schauspielers findet die Polizei gleich sechs verschreibungspflichtige Medikamente, darunter Beruhigungsmittel, Angstlöser und Schlaftabletten.

5. Ike Turner (Musiker)

Ike Turner: Nach einer Überdosis Kokain wird der US-Musiker im Dezember 2007 in seinem südkalifornischen Haus tot aufgefunden. Er war zusammen mit seiner Frau Tina Turner durch Hits wie “River Deep, Mountain High” in den 1960er Jahren berühmt geworden. 1990 kam er wegen Kokainbesitzes für 17 Monate hinter Gitter.

6. Anna Nicole Smith (Model)

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Anna Nicole Smith: Das US-Model wird im Februar 2007 in einem Hotel in Florida bewusstlos aufgefunden und stirbt wenig später. Zwei Ärzte und ein Freund hatten das Ex-Playmate mit Medikamenten versorgt, darunter Schlafmittel und muskelentspannende Pillen. Sie müssen sich wegen Verschwörung und illegaler Medikamentenbeschaffung vor Gericht verantworten. Die Schuldsprüche werden später ausgesetzt. Niemand kommt ins Gefängnis.

7. Jim Morrison (Sänger und Poet, The Doors)

Doors Densmore Krieger Manzarek
Doors Densmore Krieger Manzarek

Trotz zahlreicher Abweichungen im Detail geben Jim Morrisons Biografen mehrheitlich als „offizielle Lesart“ den auf Pamela Courson zurückgehenden Bericht wieder, dass Courson Jim Morrison am Morgen des 3. Juli 1971 in ihrer Pariser Wohnung aufgeweckt habe, da sie wahrnahm, dass er starke Atembeschwerden hatte. Sie brachte Morrison in die Badewanne, um ihn kalt abzuduschen. In der Badewanne erbrach sich Morrison mehrmals und blutete aus der Nase. Schließlich setzte seine Atmung aus. Als der wegen Asphyxie zu Hilfe gerufene Rettungsdienst der Pariser Feuerwehr am 3. Juli 1971 wenige Minuten nach dem Hilferuf um 9:24 Uhr eintraf, war Morrison tot. Da der Rockstar nicht erkannt worden war und der untersuchende Kriminalbeamte mutmaßte, dass Drogen im Spiel waren, verzichtete der Gerichtsmediziner auf eine Obduktion, weil er annahm, dass eine Obduktion den Verdacht des Drogenkonsums bestätigen würde. Die Untersuchungsbeamten gingen davon aus, dass Morrison im Fall einer Drogenüberdosis seinen Tod selbst verschuldet hatte.

8. Janis Joplin (Rockstar)

Im September 1970 traf sich die Band von Janis Joplin in den Sunset Sound Studios in Los Angeles für die Aufnahmen zu ihrer dritten Columbia-LP, Pearl. Am 3. Oktober, kurz vor dem Ende der Studioaufnahmen, war Janis Joplin das letzte Mal im Sunset Sound Studio, um Bänder mit Titeln anzuhören, die sie an den folgenden Tagen einsingen sollte. Als sie am nächsten Tag bis nachmittags nicht wie vereinbart im Studio auftauchte, fuhr John Cooke zum Landmark Motel, in dem Janis Joplin seit dem 24. August wohnte, um nach ihr zu sehen. Er sah ihren psychedelisch lackierten Porsche auf dem Parkplatz stehen und ging daraufhin auf ihr Zimmer. Hier fand Cooke sie tot auf dem Fußboden liegend. Nach offiziellen Angaben starb Janis Joplin am 4. Oktober 1970 an einer Überdosis Heroin.

9. Hansi Dujmic (Sänger)

Hansi Dujmic (Austro-Popstar) 24 Stunden vor seinem Tod war Dujmic nach kurzer ambulanter Behandlung einer (vorgetäuschten) Tablettenvergiftung (Alkohol plus Valium) aus der Wiener Poliklinik entlassen worden.[2] Am Morgen des 21. Mai 1988 wurde im 15. Wiener Gemeindebezirk vor dem Haus Jadengasse 4 auf dem Beifahrersitz eines geparkten Kastenwagens die Leiche des (erst 24 Stunden später identifizierten) Musikers aufgefunden, ein zweiter Toter, ein langjähriger Bekannter von Dujmic, lag unweit davon auf dem Gehsteig. Der einzige Überlebende der vorangegangenen Drogennacht und Heroinbeschaffer, Alfred Krainz, gab an, dass bei der Zusammenkunft Dujmic und dessen Bekannter, beide volltrunken, Heroin (nicht injiziert, sondern) geschnupft hätten, sie jedoch in guter Verfassung gewesen wären, als Krainz vor dem Wohnhaus in der Jadengasse den Kastenwagen verließ. Fünf Stunden später habe er Dujmics Bekannten bewegungslos auf der Straße liegen gesehen und daraufhin telefonisch-anonym die Rettung verständigt; Dujmic selbst sei ihm unbekannt gewesen.

10. Jimi Hendrix (“Gitarren-Gott”)

Am 17. September 1970 jammte Jimi Hendrix zusammen mit Eric Burdon und War in Ronnie Scott’s Jazz Club in London. Diese Jamsession wurde von Fans auf Tonband aufgenommen und ist ein unter Insidern begehrter Mitschnitt, da es die letzte Aufnahme von Hendrix ist. Am frühen Morgen des nächsten Tages, am 18. September 1970, wurde Hendrix tot im Londoner Samarkand Hotel aufgefunden, nachdem er dort eine Nacht gemeinsam mit seiner Freundin Monika Dannemann verbracht hatte. Während als Todesursache zunächst härtere Drogen vermutet worden waren, wurde später festgestellt, dass Hendrix Alkohol und Schlaftabletten konsumiert hatte und an seinem Erbrochenen erstickt war.

11. Bon Scott (AC/DC)

Bon Scott: Im Februar 1980, während bereits die Arbeiten am neuen Album in London begannen, ging Scott mit seinem Freund Alistair Kinnear auf Zechtour im Londoner Stadtteil Camden Town. Als sie nach dem alkoholreichen Abend vom Club „Music Machine“ (dem späteren „Camden Palace“) aus nach Hause fuhren, schlief Scott auf der Rückbank von Kinnears Renault 5 ein. Sein Freund wollte Bon Scott in dessen Apartment (15 Ashley Court, Westminster) bringen, konnte ihn aber im Auto nicht wecken und fuhr daraufhin zu sich nach Hause (67 Overhill Road, East Dulwich), wo er Scott über Nacht auf dem Rücksitz des Autos schlafen ließ. Als er ihn am Morgen wecken wollte, fand er den Sänger leblos vor – er war an seinem eigenen Erbrochenen erstickt. Im nahegelegenen King’s College Hospital, zu dem Alistair Kinnear Scott brachte, konnte beim Eintreffen nur noch dessen Tod diagnostiziert werden. Die offizielle Todesursache wurde mit „Alkoholvergiftung“ bzw. „Unfall“ angegeben. Teilweise wird jedoch vertreten, dass der Tod von Bon Scott durch Erfrieren im Auto eingetreten sei.

12. River Phoenix (Schauspieler)

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Während der Dreharbeiten zu Dark Blood, in der Halloween-Nacht 1993, brach River Phoenix nach einer Überdosis Heroin und Kokain (Speedball) in den Armen seines Bruders Joaquín und im Beisein seiner Freundin Samantha Mathis vor dem Nachtclub Viper Room in West Hollywood zusammen. Zwar wurde er noch in ein Krankenhaus eingeliefert, dort konnte jedoch nur noch der Tod durch Herzstillstand festgestellt werden. Die Autopsie stellte daneben auch noch Valium, Cannabis und andere Drogen in seinem Blut fest.

13. Layne Staley (“Alice in Chains”)

 Layne Staley: Die Spuren des Heroinmissbrauchs bedeckten seine Arme, Staley verlor viele seiner Zähne. Er weigerte sich, nochmals Therapien zu versuchen, und argumentierte damit, dass Selbsthilfegruppen nichts für ihn seien. Staley starb schließlich an einer Überdosis Heroin und Kokain (Speedball), sehr wahrscheinlich am 5. April 2002. Seine Leiche wurde aber erst zwei Wochen später, am 19. April 2002, in seinem Apartment aufgefunden

(Quelle: dpa, Wikipedia)

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