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Hermann Maier kritisiert Ski-Weltcup: "Zu viele Rennen"

Die Ski-Legende Hermann Maier äußerte bei ServusTV scharfe Kritik an der Organisation des Ski-Weltcups und den steigenden Verletzungszahlen.
Die Ski-Legende Hermann Maier äußerte bei ServusTV scharfe Kritik an der Organisation des Ski-Weltcups und den steigenden Verletzungszahlen. ©APA/BARBARA GINDL, GEPA pictures/ Wolfgang Grebien
Die Ski-Legende Hermann Maier äußerte bei ServusTV scharfe Kritik an der Organisation des Ski-Weltcups und den steigenden Verletzungszahlen.

In der aktuellen Weltcup-Saison häufen sich die Verletzungen namhafter Athleten. Größen wie Mikaela Shiffrin, Petra Vlhova und Alexis Pinturault mussten schwere Verletzungen und lange Ausfallzeiten hinnehmen.

US-Skifahrerin Mikaela Shiffrin lächelt während der Siegerehrung des Damen-Abfahrtsrennens beim FIS Alpinen Skiweltcup in St. Moritz, Schweiz, am 9. Dezember 2023. Der amerikanische Ski-Star Mikaela Shiffrin stürzte am 26. Januar 2024 beim Eröffnungsabfahrtsrennen im italienischen Skiort Cortina d'Ampezzo schwer und zog sich eine Verletzung am linken Bein zu, gab jedoch zu, "dankbar zu sein, dass es nicht schlimmer ist".
Der amerikanische Ski-Star Mikaela Shiffrin stürzte am 26. Januar 2024 beim Abfahrtsrennen im italienischen Skiort Cortina d'Ampezzo schwer und zog sich eine Verletzung am linken Bein zu, gab jedoch zu, "dankbar zu sein, dass es nicht schlimmer ist". ©AFP

Kritik an der Rennplanung

Maier bemängelt vor allem die Anzahl der Rennen: "Zu meiner Zeit gab es neun Riesentorläufe, heute sind es zwölf. Das ist einfach zu viel." Besonders im Fokus seiner Kritik standen die Speed-Disziplinen. Der "Herminator" kritisierte die Entscheidung, in Kitzbühel am Freitag eine zusätzliche Abfahrt auszutragen, die den Höhepunkt am Samstag gefährde. Er plädiert für eine Überarbeitung der Speed-Klassiker, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten.

Problematische Wetterbedingungen und steigendes Leistungsniveau

Neben der Rennplanung identifizierte Maier auch die wechselhaften Wetterbedingungen als Risikofaktor. "Von extrem kalt zu warm – diese irrsinnig wechselnden Bedingungen machen es nicht einfacher." Zudem sieht er eine besorgniserregende Entwicklung im Leistungssport: Das Leistungsniveau steige stetig, bereits im Kindesalter werde "brutaler" gefahren, was das Risiko für Verletzungen erhöhe.

Appell an die FIS

Maier, der in seiner aktiven Karriere selbst schwere Stürze erlebte, appelliert an die FIS, die Sicherheit der Athleten stärker in den Fokus zu rücken und die Anzahl der Rennen zu überdenken. Trotz seiner Kritik betont er jedoch, dass Skifahren "noch immer der schönste Sport" sei.

(VOL.AT)

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