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Herbstmesse eröffnet

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner hat am Samstagvormittag die 55. Dornbirner Herbstmesse eröffnet. |

Erstmals wurden die Reden dabei auch gleichzeitig in Gebärdensprache übersetzt: Die Sonderschau “Total normal” zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung ist eine der Schwerpunkte der Veranstaltung. Im Mittelpunkt steht die bisher größte Sonderschau der Messegeschichte zum Thema Landwirtschaft.

Auf die Bedeutung der Landwirtschaft gingen die Festredner zwar ein, im Vordergrund standen aber traditionell aktuelle politische Themen. Landeshauptmann Sausgruber gab die Richtung vor, indem er zwar erneut eine Steuerreform bejahte, aber hinzufügte, “sie muss finanzierbar sein und darf nicht auf Pump sein. Die Gefahr, dass ein, zwei Jahre später der Rückstoß mit noch höheren Steuern kommt, ist groß – wie schon vor zwei Jahren. Und kein Mensch garantiert uns, dass wir in zwei Jahren eine günstigere Situation haben als heute.”

Ferrero-Waldner redete der Steuerreform wie angekündigt in zwei Schritten 2004 und 2005 das Wort. Sie werde den Wirtschaftsstandort Österreich stärken, “dazu dient aber auch eine Budgetpolitik, die auf möglichst weitgehende Defizitvermeidung ausgerichtet ist. Auch die Privatisierungen, selbst wenn sie punktueller Kritik unterzogen werden, tragen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich bei.” Der Osterweiterung der EU als historische Chance für unser Land widmete die Außenministerin das größte Augenmerk ihrer Eröffnungsrede. Sie werde Österreich von 2005 bis 2010 zusätzliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von jährlich 0,75 Prozent bescheren. Sie erinnerte an den Handelsbilanzüberschuss des Vorjahres, “der vor allem auf die positiven Handelsüberschüsse mit den neuen Mitgliedsstaaten zurückzuführen ist”. Im von anderen Staaten umgebenen Vorarlberg müsse man nicht gesondert darauf hinweisen, so Ferrero-Waldner: “Grenzen dürfen nicht trennen, sondern müssen verbinden.”

Bau so gut wie sicher
Dem Neubau der Halle 13 auf dem Dornbirner Messegelände steht offensichtlich nichts mehr im Wege. Das ließen Dornbirns Bürgermeister Wolfgang Rümmele und Landeshauptmann Herbert Sausgruber bei ihren Eröffnungsansprachen der 55. Dornbirner Herbstmesse am Samstag durchblicken: Die Zuschüsse für die Investitionen von insgesamt 15 Mill. Euro sollen von politischer Seite noch diesen Herbst verabschiedet werden.

Die Halle 13, das so genannte Wirtschaftszelt, wird abgerissen und auf Basis des “Konzepts 07” der Dornbirner Messeleitung neu errichtet werden. Es wird die bisher größte Halle: Die Grundfläche ist zwar gleich groß wie die der bestehenden Halle, allerdings wird der Neubau stützenfrei konstruiert, um eine bessere und flexiblere Nutzung zu ermöglichen. Die Halle dient außerhalb der verschiedenen Dornbirner Messeveranstaltungen schon seit Jahren auch anderen Zwecken, beispielsweise Volksmusik-Konzerten und zahlreichen großen Hochzeitsfeiern, die von in Vorarlberg lebenden Türken dort abgehalten werden.

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