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Herbstmesse: Aussteller verärgert über Stornogebühren

Hansesun-Chef Andreas Müller zeigt sich verärgert über die Stornogebühren.
Hansesun-Chef Andreas Müller zeigt sich verärgert über die Stornogebühren. ©Vorarlberg heute Video Screenshot/Steurer
Noch immer ist unklar, ob die Dornbirner Herbstmesse stattfinden kann, denn die Bezirkshauptmannschaft muss die Großveranstaltung erst genehmigen. Die Aussteller sind verärgert wegen der - aus ihrer Sicht - zu hohen Stornogebühren.

Seit die Verträge mit den Ausstellern beschlossen wurden, haben sich die Rahmenbedingungen, unter denen die Messe stattfinden kann, wegen des Coronavirus eklatant geändert. Einige Aussteller wollen ihren Auftritt auf der Messen stornieren und sind über die Höhe der nun fälligen Gebühren erzürnt.

"Maßnahmen sind nicht tragbar"

Andreas Müller vom Vorarlberger Photovoltaikhersteller Hansesun erhielt vor einigen Tagen den Maßnahmenkatalog für die Messe Dornbirn. "Diese Maßnahmen sind meines Erachtens nicht tragbar. Jeder Kunde muss sich registrieren – also eine Vollregistrierung – und es gibt eine Maskenpflicht im freien Gelände und in der Halle", so der Unternehmer gegenüber ORF Vorarlberg. Das wolle er sowohl den Kunden als auch seinen Mitarbeitern nicht zumuten.

Wollen Aussteller stornieren, dann gibt es nur noch bis Dienstag vergünstigte Stornogebühren von 30 Prozent. Danach werden 100 Prozent verrechnet, dafür fehlt Müller jedoch jegliches Verständnis. "Wir haben zum Zeitpunkt, an dem wir uns angemeldet haben, diese Maßnahmen noch nicht gekannt. Dann hätten wir die Messe auch gar nicht gebucht. Und einem dann im Nachhinein Maßnahmen aufdiktieren, das ist für mich nicht nachvollziehbar", wird Müller auf vorarlberg.orf.at zitiert. Der Photovoltaik-Experte fordert eine Möglichkeit des Ausstiegs, ohne finanziellen Schaden für die Aussteller.

Messe argumentiert mit erhöhten Kosten

Stornogebühren seien üblich, argumentiert Messe-Chefin Sabine Tichy-Treimel. Auch die Messe Dornbirn habe aufgrund der vorherrschenden Pandemie erhöhte Kosten zu tragen. So werde etwa zusätzliches Sicherheits- und Reinigungspersonal und ein 180.000 Euro teures Ticket-System bereitgestellt.

(Red.)

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