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Heiratsschwindler: Falscher Pilot zur vier Jahren Haft verurteilt

Der Heiratssschwindler behauptete, ein Pilot zu sein - und zockte so die Frauen ab
Der Heiratssschwindler behauptete, ein Pilot zu sein - und zockte so die Frauen ab ©DAPD (Symbolbild)
In Wiener Neustadt stand am Donnerstag ein Familienvater als Heiratsschwindler vor Gericht. Der Mann, der seit Jahren arbeitslos ist, soll sich vor sechs Frauen als Pilot ausgegeben, ihnen eine gemeinsame Zukunft vorgegaukelt und ihnen dadurch 160.000 Euro abgenommen haben.

In Wahrheit hatte der mutmaßliche Heiratsschwindler, der sich in Wiener Neustadt für seine Straftaten verantworten musste, schon mit 35 Jahren keine feste Arbeit mehr – bei den Frauen jedoch stellte er sich dreist als Linienpilot vor. Sechs Damen kam der Glaube ans gemeinsame Glück teuer zu stehen: Sie verloren dabei insgesamt 160.000 Euro.

Nun bekam der Casanova die Rechnung präsentiert: Er muss für vier Jahre ins Gefängnis. Der geständige 53-Jährige wurde am Donnerstag am Landesgericht Wiener Neustadt nicht rechtskräftig wegen Betrugs verurteilt.

Der falsche Pilot hatte schon eine Familie

Vor den Frauen behauptete der 53-Jährige, er sei ledig – tatsächlich ist er aber verheiratet und hat ein halbwüchsiges Kind. Auch als Pilot soll er sich laut Anklage bei so mancher Dame vorgestellt haben, dabei genoss er lediglich eine Skilehrerausbildung.

Mit dem “Skilehrer-Schmäh” hat er auch sein erstes Opfer “geknackt”: Nachdem er die Frau um 43.000 Euro und einen Pkw erleichtert hatte, fand die Beziehung allerdings ein Ende. Am Donnerstag war sie als Zeugin zum Prozess geladen.

Heiratsschwindler mit viel Fantasie

Einfallsreich war auch die Geschichte um sein Dasein als Pilot: Er sei bei der Lauda-Air angestellt, aber aufgrund einer schweren Krankheit nicht im Cockpit einsatzfähig, erzählte er einer Niederösterreicherin. Um sich selbstständig zu machen, benötige er Startkapital, gaukelte er der Frau vor, lud sie auf einige Rundflüge ein – und bekam dafür 77.000 Euro. “Das dunkelste Kapitel in meinem Leben”, gab sich der Angeklagte vor Richterin Birgit Borns reumütig.

Aber nicht nur Frauen, sondern auch ein Dutzend Geschäftsleute sind offensichtlich dem Charme des Niederösterreichers erlegen: Insgesamt muss der 53-Jährige einen Betrugsschaden von 217.000 Euro verantworten. Deswegen – und auch wegen zahlreicher einschlägiger Vorstrafen, wie die Richterin meinte – setzte es nun eine mehrjährige Haftstrafe für den Heiratsschwindler.

(apa/red)

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