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Heimpremiere mit Emotionen

Steht in der Hierarchie der Mannschaft weit oben und fühlt sich derzeit pudelwohl in Altach: Kapitän Philipp Netzer (r.).
Steht in der Hierarchie der Mannschaft weit oben und fühlt sich derzeit pudelwohl in Altach: Kapitän Philipp Netzer (r.). ©VOL.AT/Klaus Hartinger
100. Spiel von Philipp Netzer für den SCR Altach – Wiedersehen mit dem Ex-Trainer.

Es sind die besonderen Momente, die den Fußball ausmachen. Einem solchen blickt der neue SCRA-Kapitän Philipp Netzer entgegen. Nicht nur, dass er sich heute (18.30 Uhr) gegen Grödig zum 100. Mal (97 Liga- bzw. zwei Cup-Spiele) das SCRA-Trikot überstreift, es wartet auf ihn auch das Wiedersehen mit Ex-Trainer Adi Hütter, der den Lochauer ein zweites Mal in dessen Karriere ins Schnabelholz gelockt hat. „Das kommt öfters vor“, will er einer Emotionalisierung des Duells mit dem Ex-Coach aus dem Wege gehen. Im selben Atemzug aber fügt der 26-Jährige hinzu: „Er hat mir sehr geholfen und mich weitergebracht. Außerdem sind wir ja nicht im Schlechten auseinandergegangen. Was vor und nach dem Spiel passiert, ist die eine Sache, auf dem Platz wollen wir den Ton angeben. Ich denke, die Situation wird Adi Hütter mehr beschäftigen. Was uns betrifft und die Mannschaft, so können wir damit sehr gut umgehen und uns darauf einstellen.“

Die Sache mit der Binde

Großes Lob gibt es für Netzer auch von seinem neuen Lehrmeister, von Rainer Scharinger. Der Deutsche hat seinen erfahrenen Mittelfeldspieler – 209 Pflichtspiele, 28 Tore – zum verlängerten Arm gemacht. Dabei hatte er diesbezüglich nicht nur dessen fußballerische Qualitäten („Er gehört bei uns sicherlich zu den Besten“) im Auge, verrät Scharinger. Wichtig sei ihm auch das „soziale Bild“ gewesen, das er sich in den ersten Wochen von der Mannschaft gemacht hat. Andererseits habe er die Verantwortung nicht nur auf die Schulter von Netzer gelegt. „Ich habe viele Kapitäne auf dem Feld. Imaginär habe ich sechs Binden vergeben, denn Aigner, Sereinig, Kobras, Sulu oder Cuntz gehören für mich auch zu jenen Spielern, die Verantwortung übernehmen und vorangehen müssen.“

Automatismen und Standards

Etwas mehr als sechs Wochen nach seinem Amtsantritt ist die Handschrift von Trainer Scharinger deutlich sichtbar. Dass die vielen verletzungsbedingten Wechsel für sogenannte Automatismen im Spiel nicht förderlich sind, ist die eine Sache. Bei Standards aber haben die Altacher schon in der ersten Partie mehr Torgefährlichkeit gezeigt als in den meisten Spielen der Vorsaison. „Wir haben einige Optionen, haben auch selbst daran mitgearbeitet“, erzählt Netzer. Und er verweist auf einige kopfballstarke Spieler im Team.

Ein Spieler mit Referenzen

Die Suche nach einem torgefährlichen Offensivspieler als Ersatz für Langzeitausfall Tomi beschränkt sich derzeit in Altach auf Louis Clément Ngwat-Mahop. Drei Tage trainierte der 24-jährige Stürmer aus Kamerun diese Woche mit der Mannschaft. Auch um das Umfeld des Vereins kennenzulernen, wie SCRA-Geschäftsführer Christoph Längle bestätigte. „Ein Spieler, der uns helfen kann“, ist Netzer von den Qualitäten des ehemaligen Salzburg-Spielers überzeugt. Im Dress der „Bullen“ hat Ngwat-Mahop auch ein BL-Spiel (1:1) in der Cashpoint-Arena bestritten. Zuletzt spielte er beim Scharinger-Klub Karlsruhe, verlor aber viel Zeit aufgrund einer Sprunggelenksverletzung. Erst in den letzten Runden konnte er wieder mitwirken, den Abstieg aber nicht verhindern. Neben der Gesundheit des Spielers ist auch die Finanzierung ein Thema, die der Klub in den nächsten Tagen abklären will.

Ein besonderes Spiel

Drei Jahre trug er den Dress des SCR Altach, heute will er Tore der Rheindörfler verhindern. Kevin Fend (22) ist in Grödig durch den Ausfall von David Schartner (23) zur Nummer eins aufgestiegen. Neben Hütter und dem Spanier Ione Cabrera (26) zählt er zum Klub der Ex-Altacher im Team der Salzburger.

 

Von Lieblingsgegnern und harter Trainingswoche

Für den FC Lustenau könnte heute (18.30 Uhr) gegen St. Pölten die Saison neu beginnen. 14 Mal gespielt, vier Mal gejubelt – und das stets zu Hause. Kaum ein Gegner im Reichshofstadion hat gegen den FC Lustenau mehr Punkte gelassen als St. Pölten. In sieben Spielen gab es vier FCL-Siege, bei zwei Remis und nur einer Niederlage. Dafür gab es für die Vorarlberger in St. Pölten (sieben Niederlagen) nichts zu ernten.

„Die Statistik ist zwar schön“, lautet des Trainers Kommentar. Doch Damir Canadi beschäftigte sich diese Woche über mehr mit der Analyse und der Aufarbeitung der Fehler aus dem Auftaktmatch in Grödig. Und so mussten sich die Spieler einiges anhören und dementsprechend hart arbeiten. Darüber sprechen wollte der 42-jährige Wiener freilich nicht. „Das haben wir intern abgehandelt.“ Fix ist hingegen, dass er personell etwas verändern wird, wohl auch gezwungenermaßen, da der Einsatz von Furkan Aydogdu (24) derzeit unwahrscheinlich erscheint. Doch Canadi ist sich auch dessen bewusst, dass die vielen Veränderungen und späten Neuverpflichtungen in der Vorbereitungszeit nicht förderlich waren. Deshalb hat er bewusst die ersten beiden Meisterschaftswochen in Sachen Trainingsarbeit miteingerechnet. „Unsere Wochen kommen erst“, sagt Canadi mit einem Blick auf die nächsten Runden – und beruhigt: „Es sind noch viele Punkte zu vergeben.“ Vergeben ist auch ein weiterer Kaderplatz bei den Blau-Weißen. Dennis Kloser (21) ist ab sofort FCLer. Noch nicht spielberechtigt ist der Brasilianer Carlos Eduardo (19). Wichtig für den Trainer: Endlich wieder zu null zu spielen und die eigene Leistung länger als im Spiel in Grödig abrufen. Apropos Grödig. Die Salzburger logierten in Feldkirch im selben Hotel wie St. Pölten. Beste Möglichkeit also für den FCL-Gegner, um sich Tipps zu holen.

“Spaziergang wird das nicht”

Es gibt präsidiale Unterstützung bei Austrias erstem Auswärtsspiel dieser Saison in Hartberg. Es war ein schweißtreibender Anreisetag für die Austria-Kicker. Erst fiel im Bus die Klima­anlage aus, dann wurden die müden Beine nach der Ankunft in Hartberg noch zum Training gebeten. Während zu Hause Christian Mendes (St. Pölten) und Daniel Ernemann (Altach) die nächsten Gegner beobachten, wurde Austria-Trainer Helgi Kolvidsson nicht müde, vor dem Gegner zu warnen. „Die haben ein richtig gutes Frühjahr gespielt und sich klug verstärkt. Ein Spaziergang wird das heute mit Sicherheit nicht“, sagte der Isländer. Es sei einfach wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Denn: „Vielleicht sind wir nach dem 5:0 für die anderen Teams ja schon so was wie die Gejagten.“ Dem will der 40-Jährige mit einer druckvollen Startphase entgegenwirken. Kreativität und Laufbereitschaft sind deshalb gefragt, dann könne der nötige Druck aufgebaut werden.

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