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HeimatEGGMuseum lädt am Sonntag zur Ausstellungseröffnung ein

Das Archivbild vom Februar 1934 zeigt Polizei-Einheiten vor dem Karl-Marx-Hof in Wien. Im riesigen Gemeindebau hatten sich Schutzbündler verschanzt.
Das Archivbild vom Februar 1934 zeigt Polizei-Einheiten vor dem Karl-Marx-Hof in Wien. Im riesigen Gemeindebau hatten sich Schutzbündler verschanzt. ©Quelle: Egg Museum, Foto: Standard

Die verdrängte Diktatur – Austrofaschismus in Vorarlberg 1934-1938

Egg. Andreas Natter stellt in dieser Ausstellung die austrofaschistische Zeit in Vorarlberg dar und zieht Vergleiche zur europaweiten Bewegung des Faschismus. Sie arbeitet eine österreichische Diktatur auf, die auf Grund der Gräuel des Nationalsozialismus in Vergessenheit geraten ist.

Als Engelbert Dollfuß am 5. März 1933 beschloss die parteiische Demokratie abzuschaffen und eine Einheitspartei erschuf, die Vaterländiische Front, folgten mehr als 60.000 Vorarlbergerinnnen und Vorarlberger seinem Ruf und traten dieser bei. Das waren zwei Drittel der möglichen Mitglieder, die freiwillig auf demokratische Grundrechte verzichteten. Zensur, Überwachung und auch Verfolgung politisch Andersdenkender waren die Folge. Das alles unter dem Deckmantel: Österreich!

War es nur die Angst vor dem Anschluss an Hitlerdeutschland, die die Menschen in eine Diktatur trieb? War es die wirtschaftliche Not? War es der Druck von oben, dabei sein zu müssen? Wieso konnte eine so starke Bewegung den Anschluss nicht verhindern oder bereitete sie sogar teilweise den Weg zum Anschluss vor? Vor allem das Beispiel Vorarlberg zeigt den Zwiespalt, dem der austrofaschistische Ständestaat ausgeliefert war. Die vielen Ausnahmen, der oftmalig eigenständig eingeschlagene Weg (Jugenderziehung), aber auch die Vorreiterolle (Wahlen 1936) lassen Vorarlberg eine besondere Bedeutung im Austrofaschismus zukommen.

So 5. Sept. 2010, 11:00 Uhr Egg Museum
Ausstellungseröffnung
Begrüßung: Andreas Hammerer, Museumsleiter Einführende Worte: Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Weber Zur Ausstellung: Mag. Andreas Natter

Rahmenprogramm:

Sa 2. Okt. 2010, ab 18:00 h Egg Museum
ORF- Lange Nacht der Museen.
Filmvorführung und Expertengespräch.

Sa 9. Okt. 2010, 13:00 h, Treffpunkt: Egg Museum Auf den Spuren der verdrängten Zeit.
Eine Fahrt zu Bauwerken und Denkmälern in Vorarlberg.

Do. 14. Okt. 2010, 20:00 h, Egg Museum
Vortrag: Die verdrängte Diktatur. Zur Geschichte des Austrofaschismus in Vorarlberg.
Mag. Andreas Natter
in Kooperation mit der Volkshochschule Bregenzerwald.

Fr 22. Okt. 2010, 19:00 h, Egg Museum
Jugend unterm Kruckenkreuz. Zum Alltagsleben während des Austrofaschismus.
Ein moderierter Zeitzeugenabend mit Mag. Katrin Netter in Kooperation mit dem Bregenzerwaldarchiv und dem Heimatpflegeverein Bregenzerwald.

Jeden Samstag findet um 16:00 eine Publikumsführung statt.

Dauer der Ausstellung im EGG Museum
5. September ? 26. Oktober 2010
Öffnungszeiten: Mi 15 – 17 h, Fr 14 – 17 h, Sa 15 – 17 h, So 10 – 12 h www.eggmuseum.at

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