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Heiße Unterrichtsstunde

Schlins - Susanne Stockinger zeigt Volksschülern den richtigen Umgang mit der Sonne.

Derzeit läuft niemand Gefahr, sich einen Sonnenbrand einzuhandeln. Doch die nächsten heißen Tage kommen bestimmt und dann wird auch Susanne Stockinger wieder ihre Badetasche packen. Aber nicht, um ins Freibad zu gehen. Sie nimmt all die nützlichen Dinge, die sie darin verstaut hat, mit in die Volksschule Schlins. Dort vermittelt Susanne Stockinger den Kindern neben Lesen und Schreiben auch den richtigen Umgang mit der Sonne. An die 40 Klassen hat sie als Trainerin der Krebshilfe-Aktion „Sonne ohne Reue“ bereits durch zwei informative Stunden geführt. Demnächst starten die nächsten heißen Unterrichtseinheiten.

Intensive Beschäftigung

Seit zwölf Jahren gibt es die Aktion „Sonne ohne Reue“ der Krebshilfe Vorarlberg. Zielgruppen sind Volksschüler der zweiten und dritten Klassen. Auf unterhaltsame Art wird ihnen gezeigt, wie wichtig Sonnenschutz ist. Als Krebshilfe-Geschäftsführerin Andrea Feurstein bei Susanne Stockinger anfragte, ob sie in das Projekt mit einsteigen würde, brauchte die zweifache Mutter nicht lange zu überlegen. „Seit ich eigene Kinder habe, ist das Thema für mich noch wichtiger geworden“, sagt sie. Intensiv hat die Lehrerin die Materie studiert. Und nach elf Berufsjahren weiß sie, wie sich bei jüngeren Kindern das Interesse für eine Sache wecken lässt. „Einfach, indem der Unterricht abwechslungsreich gestaltet wird.“

Anschauliche Dinge

Zwar werden den Sonne-ohne-Reue-Trainerinnen und -Trainern entsprechende Lernmaterialien zur Verfügung gestellt. Sie können aber auch die eigene Fantasie walten lassen. Susanne Stockinger entschied sich für eine Badetasche voller anschaulicher Dinge. Die da wären: Hemd, Hut, Hose, Sonnencreme, Badetuch, Lippenpflege, Obst, Gemüse und eine Flasche Wasser. „Mit dem Badetuch will ich den Schülern zeigen, wie wichtig es ist, sich nach dem Schwimmen gut abzutrocknen“, erklärt Stockinger. Obst und Gemüse packt sie ein, um dem Nachwuchs zu erklären, dass ein gutes Immunsystem die Haut ebenfalls vor schädlichen UV-Strahlen schützen kann.

Kinder als Vorbilder

Ob’s was nützt? Susanne Stockinger hofft es. Die positiven Rückmeldungen an die Krebshilfe ließen zumindest darauf schließen. Sie setzt zudem auf die Kinder als Vorbilder für die Erwachsenen. Denen fehle vielfach der Bezug zu diesem Thema. Mögliche Folgewirkungen von häufigen Sonnenbränden, die erst in 20 bis 30 Jahren auftreten, werden nach Ansicht von Susanne Stockinger zu wenig ernst genommen. Zu oft hört sie noch Sätze wie „braun ist gesund“ oder „die Röte wird schon braun werden“. Sie selbst ist ein „heller Typ“ und muss deshalb besonders aufpassen. Die Beschäftigung mit den Gefahren, die Sonnenbrände darstellen, habe sie noch vorsichtiger werden lassen, gibt Susanne Stockinger zu. Obwohl leidenschaftlich gerne auf Reisen und in der Natur, sei sie keine Sonnenanbeterin. Selbst das Schwimmbad im Garten verlockt nicht zum „Rösten“ unter blauem Himmel. Eher muss sie da auf ihre 6- und 8-jährigen Töchter schauen. „Meine Mädchen wären schon Sonnenkinder“, erzählt die Mutter, die jedoch gut darauf schaut, dass sie es nicht werden. Klar weiß sie, wie ungern Kinder sich eincremen lassen. Aber: „Wenn man früh genug anfängt und konsequent bleibt, funktioniert es irgendwann“, gibt sich Susanne Stockinger sonnig optimistisch.

ZUR PERSON

Susanne Stockinger

Geboren: 25. Oktober 1969 in Bregenz

Wohnort: Schlins Familienstand: verheiratet, 2 Töchter

Beruf: Volksschullehrerin

Hobbys: Reisen, Lesen, Schwimmen

(VN)

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