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Heiße Öfen mobil: Moto GP PSP

Sachsenring: 15 Uhr Nachmittag – es stinkt nach Sprit und verbranntem Gummi – die Frisur ist vom Sturzhelm zerdrückt. Eine Perlenschnur von röhrenden Zweiradboliden rast über die Strecke. 

Das Ziel in Sicht, geht es um Fingerspitzengefühl und eine ruhige Hand. Moto GP ist auf der PSP gelandet.

In Real feiert die Moto GP als eine Rennsport-Klasse für Motorrad Prototypen schon mehr als 50jähriges Bestehen, wenngleich sie nur die wenigsten kennen. Als Motorradrennspiel für Xbox und PS2 erlangte die Sportart in Form eines begeisternden Games eher Berühmtheit. Namco hat nun die PS2 Version praktisch eins zu eins auf die Taschenkonsole geportet.

Lederlook auf zwei Rädern

Eines vorweg: Ein schneller Arcaderacer ist Moto GP für die PSP nicht. Die Entwickler von Namco haben sich sichtlich Mühe gegeben, das Ambiente des realen Moto GP authentisch in das Game zu verpacken. Das freut Simulationsfans, könnte aber den typischen PSP Zwischendurchgamer frusten. Mit einer von 30 Maschinen der Marken Ducati, Honda Kawasaki oder Suzuki, wird in der Saison 2005/06 angetreten. Zwei Drittel der Feuerstühle muss erst freigezockt werden. Mit den hochgetunten Zweirädern rast der Gamer über sehr originalgetreu designte Strecken wie Sachsenring oder Donington Park, um Meisterschaftspunkte zu ergattern. Während jedoch die echte MotoGP Meisterschaft über 17 Strecken auf der ganzen Welt geht, darf man sich hier nur auf 8 europäischen Strecken austoben.

Harte Nuss für Grobmotoriker

Dabei wurde die Fahrphysik wie auch die Strecken realistisch umgesetzt, Arcadefans mit Hang zu Vollgas werden mehr als einmal das Kiesbett in Nahaufnahme sehen. Wer bei Moto GP erfolgreich sein will, muss vor allem eine Riesenportion Geduld mitbringen. Nur wer Runde um Runde konstant ein sauberes Rennen fährt und in den Kurven einen gefühlvollen Gas- und Steuerungsfinger zeigt, wird auf dem Stockerl landen. Anzuraten ist jedenfalls, die jeweiligen Trainings, wie im realen Leben auch, mitzufahren, um sich eine gute Startposition zu ergattern. Dennoch eignet sich Moto GP für geduldige Naturen auch für einen Zock Zwischendurch, nach jedem Lauf darf gespeichert werden. Prinzipiell kann der Gamer zwischen einem eher arcademäßigen Gameplay mit diversen Fahrhilfen oder dem reinen Simulationsmodus wählen, welcher aber sogar SimFreaks an die Grenze der Belastbarkeit bringen dürfte. Hier werden nämlich nicht nur Kurzvengeschwindigkeit oder Einlenkpunkt berechnet, sondern auch die Balance des Fahrers.

Gepflegter Purismus

In Sachen Präsentation wurde leider gespart – Eventuell aus Platzgründen – man weiß es nicht so genau, wurde auf motivierende Zwischensequenzen verzichtet, weswegen Moto GP recht trocken rüberkommt. Der Gamer fährt einfach alle Strecken einer Saison ab, und erspielt die notwendigen Punkte. Schafft man das nicht, fliegt man aus dem Team und darf sich ein neues suchen, was aber auf das Spiel keinen Einfluss hat. Mit erspielten Punkten schaltet man nach und nach alle Feuerstühle frei.

Grenzen der Technik

Technisch ist die PSP Version von Moto GP durchaus auf der Höhe mit der PS2 Version, von leichten Abstrichen beim Schatten und den Texturen. Die Sichtweite ist exzellent, Popups praktisch nicht vorhanden. Man merkt aber, dass die PSP mit dieser Menge an Daten zu kämpfen hat – die Framerate schwankt deutlich, bleibt jedoch immer spielbar. Der Sound ist in Bezug auf die Maschinen akzeptabel, in Bezug auf die Musikauswahl jedoch einfach nur mehr als gewöhnungsbedürftig. Da lädt manche Fahrstuhlmusik eher zum Mitsummen als das gebotene.

Fazit:

30 Maschinen, 8 Rennstrecken, ein gesalzener Schwierigkeitsgrad mit einer technischen Umsetzung, die genügt – Moto GP für die PSP ist wohl nur etwas für Simulationsfreaks. Die Umsetzung ist sehr realistisch, wenngleich die Einschränkung auf europäische Strecken Enthusiasten vor den Kopf stoßen wird. Ein gutes simulationslastiges Motorradrennspiel für Sonys Kleinsten, – Nix für Zwischendurchraser.

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