Heftige Unwetter wüteten über ganz Österreich

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Nach der großen Hitze haben schwere Unwetter in weiten Teilen Österreichs am Donnerstagabend eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Heftige Windböen, Starkregen und Hagelschlag zogen von Salzburg über Oberösterreich bis nach Niederösterreich und Wien.
Unwetter verwüsteten Ostösterreich
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Tausende Feuerwehrleute mussten Straßen frei räumen, Keller leer pumpen oder Häuser provisorisch abdecken. Hagelkörner durchlöcherten Hausdächer, Äste wurden abgerissen, Bäume entwurzelt und Keller überflutet. Es kam zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen.

Zentrum der Unwetter war in Salzburg nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos der nördliche Flachgau, aber auch im Pongau und im Pinzgau gab es zahlreiche Sachbeschädigungen, teilweise wurden sogar Häuser abgedeckt. Über 1.000 Feuerwehrleute von 56 Feuerwehren mussten zu insgesamt 202 Einsätzen ausrücken. Im Pinzgau entstand bei Dienten am Hochkönig durch Blitzschlag ein Waldbrand, der nach vier Stunden von den vier ausgerückten Feuerwehren gelöscht werden konnte.

Schlimmer noch erwischte es das Bundesland Oberösterreich. Wie Landes-Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Wolfgang Kronsteiner erläuterte, wurde hier vor allem der Bezirk Braunau von schwerem Hagelschlag heimgesucht. Auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern wurden Dächer beschädigt und oft auch durchlöchert, zahlreiche Fenster zerbrachen.

Ähnliches, wenn auch in geringerem Ausmaß, wurde auch aus den Bezirken Wels/Land, Linz/Land, Perg und Vöcklabruck gemeldet. Zahlreiche Unterführungen waren infolge Überflutung unpassierbar, auch zahlreiche umgestürzte Bäume versperrten den Verkehrsteilnehmern die Straßen. Die Westautobahn A1 war im Bezirk Wels/Land sogar zeitweise gesperrt. Insgesamt waren in Oberösterreich 4.000 Feuerwehrleute von 250 Feuerwehren bei 800 Einsätzen gefordert.

Auch in Niederösterreich und Wien hatten die Feuerwehrleute eine schlaflose Nacht. Noch in den frühen Morgenstunden musste die Feuerwehr immer wieder ausrücken. Ein Ausmaß der Einsätze und der Schäden war in den beiden Bundesländern um 2.00 Uhr früh seitens der Kommandozentralen noch nicht einschätzbar.

In Wien-Floridsdorfist ein 32-Jähriger am Donnerstagabend bei dem schweren Unwetter lebensgefährlich verletzt worden. Nach Angaben der Rettung wurde der Mann nach 22.00 Uhr an der Alten Donau in einem Gastgarten von einem Ast getroffen. Er erlitt eine Gehirnblutung, zahlreiche Wirbelbrüche, die zumindest eine Querschnittslähmung nach sich ziehen dürften, sowie einen Bruch des Gesichtsknochens.

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