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Hechtsprung auf Bond-Rolle

Dornbirn - Wenn man aus fast fünftausend Bewerbern ausgewählt wird, dann hat man Glück. Wenn man außerdem zu den wenigen gehört, die im neuen Bond-Streifen etwas mehr "sein" dürfen als Beiwerk, ist das für manche wie ein Lotto-Sechser.

Gernot Wolf hat so einen Sechser „gezogen“. Er bekam eine kleine Rolle in „Quantum of Solace“: Geplant ist, dass der 39-jährige Ingenieur und ein weiterer Komparse am Tisch sitzen, verdutzt schauen wenn es klopft und sich dann vor einem Kugelhagel in Sicherheit bringen, indem sie sich actionreich zu Boden werfen. Wolfs Zukunft als Leinwandheld liegt wahrscheinlich in den Händen der Cutter, sicher ist aber eines: Mit dem Enthusiasmus des Dornbirners kann sich so schnell kein Profi messen. Wolfs Herz schlägt für Bond, seit er als Volksschüler einen Miniatur-Lotus in seinen kleinen Kinderhänden hin und her drehte und wissen wollte: „Was ist das für einer?“ Seither lässt ihn die Leidenschaft für 007 nicht mehr los. „Ich sammle alles“, gibt der Inhaber eines Glas- und Metallbetriebs zu.

Bond auf vier Rädern

Selbstverständlich findet man bei ihm sämtliche Originalbücher, die typischen Bond-Drinks, die komplette Palette an Musikstücken samt Varianten, die erhältlich waren, Trailer, Poster und, und, und. Nicht nur eine eigene Fan-Homepage ist mit allem belegt, was mit dem Superagenten 007 zu tun hat. Bei den Wolfs steht außerdem ein schneeweißer Lotus „Esprit s1“, Bj 1976, mit 160 PS in der Garage. Weltweit existieren nur noch etwa 30 Stück dieses Bond-Geschosses, das 1977 mit Roger Moore und Bösewicht Curd Jürgens in „Der Spion der mich liebte“ zu sehen war. Das Auto konnte sich in ein U-Boot verwandeln und stürzte während einer Verfolgungsszene ins Sardinische Meer. In den letzten Jahren wählten die Wolfs die Urlaubsziele so aus, dass sie die Schauplätze verschiedener Drehs aufspüren konnten. Sardinien („Der Spion der mich liebte“ – Wolfs Lieblings-Bond) und Portugal („Im Geheimdienst Ihrer Majestät“) waren zwei ihrer Destinationen. „Meine Frau und meine drei Töchter verdrehen zwar die Augen, aber ich habe sie bereits mit dem Bond-­Virus infiziert“, sagt Wolf.

Martini kalt gestellt

Für seinen Einsatz bei „Quantum of Solace“ ist der Martini kalt gestellt, der Hechtsprung geübt und alle Kräfte sind mobilisiert. „Es wird eine anstrengende Nacht, hat man uns prophezeiht“, verrät der Schauspieler in spe. Aber wer für den legendärsten Agentenfilm vor der Kamera stehen darf, der wird selbst ein bisschen Bond, koste es was es wolle.

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