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Head optimistisch für Wintersaison

Der Schnee lässt zwar noch auf sich warten, trotzdem ist der börsenotierte Sportartikelhersteller Head für die Wintersaison optimistisch. 90 Prozent des geplanten Umsatzes für 2005 seien bereits durch fixe Aufträge gesichert.

Das Jahresendergebnis werde daher auf Vorjahresniveau erwartet, waren sich Head-CEO Johan Eliasch und Klaus Hotter, Division Manager Wintersport, am Freitag bei einer Pressekonferenz einig.

Wachstumspotenzial sieht man bei Head vor allem in Osteuropa. Schon in der abgelaufenen Wintersaison seien die Aufträge für Head Wintersport aus dieser Region um 21 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Für 2005/06 geht Hotter erneut von zweistelligen Wachstumsraten aus. China habe ebenfalls großes Potenzial, „das wird aber noch dauern“, sagte der Experte. In den etablierten Wintersport-Märkten rechnet Head dagegen nicht mit großen Steigerungen.

Noch stärker als bisher werde Head künftig als Komplettanbieter mit integrierten Systemen auftreten. Damit stehe dem Kunden eine gesamte Ausrüstung, also Ski, Schuhe, Stöcke, Bindung und Accessoires, von einer Marke zur Verfügung. Bereits die Hälfte aller Head Ski werde als integriertes System verkauft, hieß es.

„Highlight“ der Saison sei das Modell „Supershape“, ein Ski, der die Vorzüge eines Rennskis mit der Taillierung eines Funcarvers vereint. Besonders erfolgreich habe sich zudem der Verkauf der Damenlinie entwickelt, wo künftig ein verstärkter Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkt gesetzt werde.

Mit einem Budget von 4 Mio. Euro wolle Head die Präsenz im Rennsport wieder verstärken, jedoch erst in der nächsten Saison. In Österreich habe man zudem ein neues Konzept für den Jugendrennsport ausgearbeitet. Der Rennsport sei „nach wie vor ein Schlüsselelement für Head“, betonte Hotter.

Trotz schwieriger Marktbedingungen in der Saison 2004/05 mit einem leichten Einbruch in den Alpenländern und weiterhin keiner Erholung in Übersee hat Head ein Rekordjahr hinter sich. 2004 wurden 595.000 Paar Head Ski, 1,630.000 Garnituren Tyrolia und OEM Bindungen, 540.000 Skischuhe, 74.000 Snowboards und 122.000 Snowboardschuhe verkauft. Auf dem weltweiten Ski-Markt ist Head nach Eigenangaben damit die Nummer 3.

In Österreich konnte Head seine Marktanteile halten bzw. sogar ausbauen, sagte Bob Koch, Geschäftsführer von Head Austria. Wertmäßig liegt Head Austria laut GfK bei einem Marktanteil von 12 Prozent (April 2004 bis März 2005), 2005/06 werde ein Anteil von 13 Prozent erwartet. Erfreulich sei, dass sich auch der Durchschnittspreis positiv entwickelt habe. Bei Bindungen liegt der Marktanteil (Menge) bei 41 Prozent.

Die jüngsten Zusammenschlüsse in der Skibranche sieht man bei Head „nicht so bedrohlich“, den jede Marke müsse für sich erfolgreich sein, auch innerhalb von fusionierten Unternehmen. Der „Schlüsselfaktor“ im Wintersport sei ein „komplimentäres Produktprogramm“, betonte Hotter.

Sowohl bei der Marke als auch im Produktmix spiele Head in der „Championsleague“, waren sich Hotter und Koch einig. Für den Erfolg von Head ausschlaggebend sei die Verlagerung von teuren Produktionsländern in Billiglohnländer gewesen, so Eliasch. Er hoffe jedenfalls, dass das „intensive Restrukturierungsprogramm auch dem Aktienkurs hilft“.

Der Standort Kennelbach in Vorarlberg, wo Head die Hälfte seiner Ski produziert (die andere Hälfte wird im tschechischen Budweis gefertigt) sei auf Grund des Know-hows, der Belegschaft und der Produktentwicklung „nicht in Frage zu stellen“, so Hotter.

Nach drei Quartalen weist Head einen Konzernüberschuss von 2,9 Mio. Dollar (2,5 Mio. Euro) aus – nach einem kräftigen Fehlbetrag von 37 Mio. Dollar im Vergleichszeitraum 2004. Das Betriebsergebnis vor Umstrukturierungskosten und dem Gewinn aus Veräußerung von Liegenschaften stieg um 6 Mio. auf 5,9 Mio. Dollar, der Umsatz lag nach neun Monaten mit 292 Mio. Dollar um 0,5 Prozent unter dem Vergleichswert.

Head erwartet nun, dass der operative Gewinn im Gesamtjahr auf Vorjahresniveau liegen wird und nicht etwas darunter, wie bisher angekündigt, bekräftigte Eliasch. Der Umsatz werde den Vorjahreswert auf Grund geringerer Geschäfte in den Bereichen Tauchen und Tennis nicht ganz erreichen.

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